Schlieren
Münz ist nicht gleich Geld: Stadtpolizei akzeptiert Zahlungsmittel nicht

In Schlieren versuchte ein 28-Jähriger seine Parkbusse in der Höhe von 40 Franken mit Fünf- und Zwanzigräpplern zu bezahlen. Der Beamte am Schalter der Stadtpolizei verweigerte ihm jedoch diese Art der Zahlung.

Ricarda Ferrari und Daniel Diriwächter
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Die Frage, wann Münzen als Zahlungsmittel abgelehnt werden dürfen, ist umstritten (Archiv)

Die Frage, wann Münzen als Zahlungsmittel abgelehnt werden dürfen, ist umstritten (Archiv)

Sehr zum Ärger: In Schlieren musste sich ein 28-Jähriger kürzlich nicht nur mit einer Parkbusse, sondern auch mit den Schlieremer Behörden herumschlagen. Dem Betroffenen war zwar bewusst, dass sein Fahrzeug an einem ordnungswidrigen Ort stand. Nicht jedoch, dass die Behörden ein reguläres Zahlungsmittel ablehnen dürfen.

Der Gebüsste wandte sich daraufhin an «20 Minuten» und sprach von einer «Schikane» seitens der Behörden. Tatsächlich hat der Beamte aber rechtmässig gehandelt. Im Bundesgesetz über Währung und Zahlungsmittel ist festgehalten, dass «jede Person gehalten ist, bis zu 100 schweizerischen Umlaufmünzen an Zahlung anzunehmen.» Im Falle des Gebüssten wären es aber je nach Münz wohl 200 bis 800 Münzen gewesen. «Solche Zahlungsversuche kommen sehr selten vor», sagt Astrid Romer, Sprecherin der Stadt Schlieren, auf Anfrage gegenüber der Limmattaler Zeitung. Es handle sich dabei meist um die Wut-Reaktion eines Gebüssten.

Nicht zum ersten Mal

Bereits im Oktober sorgte ein Fall in der Fahrweid für Schlagzeilen. Damals lehnte ein Buschhauffeur zwei Fünfräppler ab, als eine Frau bei ihm ein Ticket lösen wollte. Caspar Frey, Sprecher des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV), verurteilte das Verhalten des Fahrers. Er appellierte aber auch an die generelle Verhältnismässigkeit der Kunden. Der Ticketkauf beim Busfahrer sollte nur so viel Zeit in Anspruch nehmen, dass der Fahrplan eingehalten werden kann und sich andere Kunden dadurch nicht gestört fühlen.