Noch dazu, wo es in der Dietiker Freizeitanlage Chrüzacher viel mehr Auswahl an Farben, Kartonbögen und Krimskrams gibt als in der heimischen Schublade?

Mosaiktier-Basteln heisst das Motto dreier Nachmittage, während derer aus Zeitungspapier, Klebeband, Gips und etlichen Keramikplättchen Kreaturen im Stil Bruno Webers entstehen.

Die zehnjährige Katharina ist bereits zum zweiten Mal in der Mosaik-Werkstatt: «Letztes Mal haben wir Klötze aus Styropor mit Mosaikteilchen beklebt. Das war so cool, dass ich für die Tiere unbedingt wieder kommen wollte.»

Kursleiterin Nicole Maurer erklärt den Kindern im Alter von sieben bis zehn Jahren, wie aus einer Kartonrolle und Draht eine sitzende Katze wird und zwei verknotete Zeitungsrollen das Gerüst der Schildkröte ergeben.

Manch ein kleiner Künstler wagt sich bereits an die eigene Kreation. So umwickelt der neunjährige Felix gerade seinen selbst gestalteten Pinguin mit Klebeband.

Nicht alle sind so eifrig bei der Sache wie er: Filip (7) und Ania (9) tragen noch Schwertkämpfe mit Zeitungsrollen aus, während andere ihr Tagesziel schon fast erreicht haben.

Livius erklärt, wie es weitergeht: Eine Schicht Gips komme noch drüber, dann Farbe und darauf würden dann die farbigen Keramikplättchen geklebt. «Ich krieg die Ohren meiner Katze einfach nicht hin», klagt Eveline.

Die Details der Tiere zu formen, ist gar nicht einfach: Der Pinguin-Schnabel darf nicht brechen, der Fisch braucht eine Rückenflosse und der Vogel muss stabil sitzen.

Katharina und Leon haben diesbezüglich keine Probleme: «Unsere Stiere liegen im Gras, da brauchen wir keine Beine dranzumachen.»