Noch immer lässt sich der Gestaltungsplan im Gewerbegebiet Silbern, der bereits im Jahr 2012 von der Bevölkerung gutgeheissen wurde, nicht umsetzen. Hinderungsgrund ist die drei Jahre lang heiss ersehnte Moorschutzverordnung, die zwar seit April endlich vorliegt, aber gegen die vier Silbern-Eigentümer rekurrieren. Damit geht die Hängepartie weiter. Bei der Generalversammlung der Interessengemeinschaft (IG) Silbern am Montag liess Präsident Urs Jenny keinen Zweifel daran, dass er diese Extra-Runden für nicht zielführend hält: «Wir sind gegen diese Zeitverzögerung, vor allem, wenn sie so wenig Aussicht auf Erfolg hat.» Jetzt heisse es aber dennoch, Geduld zu bewahren und weiterhin optimistisch an der bestmöglichen Lösung für die Silbern-Eigentümer zu arbeiten.

Etwa 60 Mitglieder der IG Silbern nahmen an der Veranstaltung bei der Dosenbach-Ochsner AG teil und lauschten unter anderem den Ausführungen des Dietiker Bausekretärs Beat Frischknecht, der erklärte, was schon derzeit trotz der Moorschutzverordnungs-Rekurse an baulichen Vorhaben im Gewerbegebiet umsetzbar ist. Momentan bewilligungsfähig seien etwa alle Bauvorhaben, die sowohl den Vorschriften der Bau- und Zonenordnung als auch denen des Gestaltungsplans entsprächen. Auch bei einer Gebäudehöhe von nicht mehr als 21,5 Metern spräche nichts gegen eine Umsetzung, so Frischknecht. Jenny und Stadtpräsident Otto Müller, der auch zu den Referenten gehörte, äusserten einhellig ihren Unmut über den Kanton, der sich viel zu lange Zeit gelassen habe für den Erlass der Moorschutzverordnung.

Verkehrsthemen im Fokus

In anderen Bereichen geht es für die IG Silbern besser voran. Die gewünschte
S-Bahn-Station Silbern habe erfolgreich beim Bundesamt für Verkehr deponiert werden können, so Jenny. «Dass die Station inzwischen im Richtplan des Kantons steht, ist ein grosser Sprung nach vorne.» Und Müller ergänzte: «Die Haltestelle wird kommen, man weiss nur noch nicht genau wann.» Bei anderen Anliegen der Silbern-Gewerbler sei man in gutem Einvernehmen mit der Stadt, so Jenny. So wünscht man sich einen besseren Verkehrsfluss auf dem Areal, Bushaltestellen in Nischen, ein Linksabbiege-Verbot von der Silbern- in die Moosmattstrasse sowie die Busspur-Benutzung im Limmatfeld zu den starken Verkehrszeiten. Müller liess keinen Zweifel daran, wie ernst er die Anliegen des Gewerbes nimmt, schliesslich sei die Silbern ein wichtiges Arbeitsplatzgebiet.

Urs Jenny, Präsident der IG Silbern

«Dass die Station Silbern im Richtplan des Kantons steht, ist ein grosser Sprung nach vorne.»

Urs Jenny, Präsident der IG Silbern

Verbesserungen zeichnen sich auch beim Bustakt des Zürcher Verkehrsverbundes ab, wusste Jenny zu berichten. Der Takt soll verdichtet werden, und die Busse sollen künftig bis Mitternacht verkehren. Auch beim Ausbau des Spreitenbacher A1-Halbanschlusses zu einem Vollanschluss sieht sich die IG auf einem guten Weg, eine Einschätzung, die auch Müller teilt: «Das Bundesamt für Strassen arbeitet daran. Ich bin überzeugt, dass der Anschluss in den nächsten drei Jahren umgesetzt wird.»