Kommentar

Mobbing bei der Polizei? Kein Dementi an der Freiestrasse

Die Öffentlichkeit wird zu den Vorgängen bei der Stadtpolizei Schlieren/Urdorf mehrheitlich im Dunkeln gelassen.

Die Öffentlichkeit wird zu den Vorgängen bei der Stadtpolizei Schlieren/Urdorf mehrheitlich im Dunkeln gelassen.

Was ist los bei der Stadtpolizei Schlieren/Urdorf? Wie vertrauenswürdig ist die anonyme Quelle, die Licht ins Dunkel bringen will? Ein Kommentar.

Die Sicherheit bildet die Basis jedes gesunden Staatswesens. Und die Sicherheit sei in Schlieren und Urdorf gewährleistet, versichert die Stadt. Aber wie? Das ist die Frage, die unter den Nägeln brennt. Denn der Polizeichef gab seine Funktion nullkommaplötzlich ab, zurzeit hat er Ferien.

In einem anonymen Schreiben heisst es, dass zudem andere Polizisten freigestellt seien. Und dass es zu Mobbing gekommen sein könnte. Was auch immer auf dem Polizeiposten abläuft, es stellen sich viele Fragen.

Hat die anonyme Quelle ihre Informationen aus erster oder aus zweiter Hand? Welches Interesse treibt sie an? Wie stark ist sie selber in die Vorgänge involviert? Wie vertrauenswürdig ist sie? Stimmen ihre Informationen? Kam es bei der Stadtpolizei wirklich zu Mobbing? Wurden mehrere Mitarbeitende freigestellt und sind mehrere Kündigungen zu erwarten?

Geht es um eine Situation, die schon seit Jahren andauert und jetzt endgültig eskaliert? Wie stark belasten die Vorgänge das Polizeikorps? Und welche Kosten ziehen sie nach sich?

Die Öffentlichkeit wird grundsätzlich im Dunkeln gelassen. Es läuft ein Verfahren, heisst es von Seiten der Stadt. Es ist der Klassiker, um unangenehme Fragen stehen zu lassen. Klar ist: Wäre alles an den Haaren herbeigezogen, wäre eine andere Reaktion der Stadt viel wahrscheinlicher – ein eindeutiges Dementi zum Beispiel.

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