Unterengstringen
Mittefasten in Unterengstringen: Der Böögg wartet auf die Begrüssung

Mittefasten steht vor der Tür. Eine verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen dabei die Schüler. Sie stellen den Böögg her, der am 18. März feierlich verbrannt werden soll.

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Die Bööggherstellung ist in Unterengstringen traditionell die Aufgabe der Sechstklässler
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Nachdem die Grundstruktur mittels eines Ballons erstellt und die Gesichtszüge darauf festgemacht worden sind...
Mit viel Einsatz haben die Sechstklässer den diesjährigen Böögg für Mittefasten hergestellt.
Der Entwurf, den die Schüler umsetzen, wurde auf demokratische Art bestimmt

Die Bööggherstellung ist in Unterengstringen traditionell die Aufgabe der Sechstklässler

Die Bööggherstellung für Mittefasten in Unterengstringen ist traditionell Aufgabe der Schüler. Und so machte sich die 6. Klasse von Lehrer Roland Schürch schon vor geraumer Zeit daran, das Exemplar für das Frühlingsfest von übernächstem Wochenende zu fertigen.

Aus den zahlreichen Entwürfen wurde auf demokratische Art und Weise das Sieger-Bild ausgewählt. Bevor die Unterengstringer Bevölkerung den fertigen Böögg zu sehen bekommt, wird er am Freitag vor Mittefasten auf dem Pausenplatz von der ganzen Schülerschar im Schulhaus Büel begrüsst.

Grundstruktur ist ein riesiger Ballon von 80 Zentimeter Durchmesser. Dieses Jahr wollte der Ballon anfangs allerdings nicht mitspielen. Beim ersten Versuch platzte er. Der erste Ersatz war undicht. Beim Rettungsversuch platzte auch der zweite Ballon.

Kein mickriges Gesicht

Deshalb mussten neue Ballone beschafft werden, die in den Handarbeitsstunden mit Kleister und Papier kaschiert wurden. Einmal waren es die Viertklässler, die die Ballonkugel mit vier bis fünf Schichten dickem Packpapier beklebten, ein andermal die Sechstklässler.

Sobald alles getrocknet war, folgte die Gestaltung des Gesichts - eine interessante Aufgabe. Denn nun mussten die Ideen der Zeichnung umgesetzt werden, und zwar nicht zu mickrig. Der Böögg wird ja auf einen acht Meter hohen Holzstoss gesetzt und soll gesehen werden.

So wurde da ein Papierknäuel aufgeklebt, hier die Augen platziert und dort Haare angehängt - immer mit einem Blick auf die Vorlage. Zum Schluss musste alles nochmals mit Papiermaché überklebt werden, ehe mit dem Malen begonnen werden konnte. (az)