The Voice of Switzerland

Mit Stimme und Showtalent schaffte er es in die nächste Runde

Der selbstsichere Essindi und die schüchterne Ruggeri sangen «The Way You Make Me Feel».

Der selbstsichere Essindi und die schüchterne Ruggeri sangen «The Way You Make Me Feel».

Sänger Maxim Essindi überzeugte bei der SRF-Sendung «The Voice of Switzerland» und konnte sich gegen Konkurrentin Chiara durchsetzen. Doch auf seinem Erfolg ausruhen kann sich der Sänger nicht. Schon nächsten Samstag wartet der nächste Gegner.

Im ersten Moment war Maxim Essindi die Einschüchterung anzusehen, als bekannt gegeben wurde, mit welchem Song er am Samstagabend auftreten würde. «The Way You Make Me Feel» des King of Pop. «Kaum jemand ist kein Fan von Michael Jackson, daher ist dieses Lied sicherlich eine grosse Challenge», so Essindi. In den Battles der SRF-Sendung «The Voice of Switzerland» ging es für den ehemaligen Bergdietiker um die Wurst.

Die stimmgewaltige Tessinerin Chiara Ruggeri sollte seine Konkurrentin sein. Interessant dabei ist, dass in den Blind Auditions sie die Einzigen beiden aus Philipp Fankhausers Team waren, die alle Coaches von sich überzeugen konnten.

Maxim Essindi wird zum Gewinner erkoren und ist eine Runde weiter.

Maxim Essindi wird zum Gewinner erkoren und ist eine Runde weiter.

Als Geheimwaffe gegen die 25-jährige Ergotherapeutin und Jugendarbeiterin nannte Essindi seine Fähigkeit, seine Kreativität in den Song hineinzubringen. Aber: «Ich habe die Stimme, die ich habe.» Ruggeri ihrerseits gab zu, dass sie von Essindis Charme und seiner Energie eingeschüchtert sei.

Coach Philip Fankhauser schien für seinen Battle zwei ebenbürtige Gegner gefunden zu haben. Bereits während der Proben zeichnete sich ab, dass sich die zwei Talente in Grund und Boden singen wollten.

Maxim, der von Anfang an Vollgas gab, riet er, nicht nur laut, sondern auch mit Gefühl zu singen: «Eine Frau, die man liebt, würde man schliesslich nicht derart anschreien», mahnte er den gebürtigen Kameruner.

Stimmen muss Stimme und Visuelles

Bei den Hauptproben wurde dann klar, dass es bei «The Voice of Switzerland» doch nicht gänzlich um die stimmliche Leistung geht. Fankhauser wünschte sich in der Performance mehr Kontakt zwischen den beiden Sängern.

«Das Visuelle spielt bei den Battles auch mit», sagte er und sah zu, wie Essindi seine Vorschläge mit einem Hüftschwung, einem Blick zu Ruggeri und einem Grinsen umsetzte.

Dann war der grosse Moment gekommen und Essindi stand in Lederjacke und Schal seiner in ein rotes Glitzertop gekleideten Konkurrentin gegenüber. Nervosität war beiden anzusehen.

Während Ruggeri sich eher stoisch ruhig gab, fuchtelte Essindi mit seinem Mikrofon hin und her. Dann ertönten die ersten Klänge des Evergreens auf der wie ein Boxring ausstaffierten SRF-Bühne.

Fankhausers Ratschlag, besser miteinander zu interagieren, beherzten beide Sänger. So schwirrte und tänzelte Essindi permanent um die Tessinerin, wie es eine Biene um eine rot glitzernde Blume tut.

Das Battle im Video: Mit einem überzeugenden Auftritt setzte Essindi sich durch.

The Voice of Switzerland: Maxime Essindi vs. Chiara Ruggeri

Dies quittierte Juror Marc Sway im Anschluss mit den Worten, dass ihm heiss wurde während der Performance und diese oscarreif gewesen sei. Während sich Stress unverblümt für ein Weiterkommen Essindis aussprach, lobte Stefanie Heizmann Ruggeri mit den Worten, dass es grossartig sei, dass sie sich nicht aus der Ruhe habe bringen lassen.

Die Stimme, auf die es ankam, - diejenige Fankhausers - stand aber noch aus. Beide lobte der Berner, entschied sich dann aber klar und deutlich für Essindi.

Als Nächstes kommt der Knock-out

Der stets lässige Essindi rannte überglücklich von der Bühne, während die Unterlegene auf wenige Worte bei der Moderatorin Viola Tami ausharren musste. Dass Essindi nicht immer cool bleibt, zeigte eine Kameraeinstellung von hinter der Bühne, wo er sich Tränen der Freude aus dem Gesicht wischte.

Am Tag darauf war Essindi schon wieder weitaus gefasster. Auf Anfrage der az Limmattaler Zeitung zeigte er sich überglücklich über sein Weiterkommen. «Chiara galt lange als eine der Favoritinnen.

Dass ich das Battle gegen sie gewinnen konnte, macht mich daher natürlich stolz», sagt er. Gleichzeitig sei es für die Tessinerin schade, denn er habe sie immer als sicheren Wert gesehen.

Bereits am nächsten Samstag gilt es wieder ernst für den Sänger. Dann stehen die Knock-out-Sendungen an. Gegen einen noch unbekannten Gegner aus dem Team Fankhauser wird er dann «Ordinary People» - seinen Song aus den Blind Auditions - präsentieren.

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