Spital Limmattal
Mit Otelfingen verlässt die fünfte Gemeinde das «Limmi»

Am Freitag hat Boppelsen den Austritt aus dem Spitalverband Limmattal beschlossen. Nun folgte am Montagabend Otelfingen. Es ist die fünfte von sieben Furttaler Gemeinden, die dem «Limmi» den Rücken kehrt.

Jürg Krebs
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Die Säule zeigt die Wappen der 17 Spitalverbandsgemeinden aus dem Limmattal und dem Furttal. Fünf Furttaler Gemeinden haben den Austritt beschlossen.

Die Säule zeigt die Wappen der 17 Spitalverbandsgemeinden aus dem Limmattal und dem Furttal. Fünf Furttaler Gemeinden haben den Austritt beschlossen.

Regensdorf als grösste der Furttaler Gemeinden wird bereits auf Januar 2013 aus dem Spitalverband austreten. Dasselbe gilt für Buchs und Dällikon. Alle drei haben den Austritt schon vor einem Jahr beschlossen. Die übrigen beiden Furttaler Gemeinden Dänikon und Hüttikon hegen offenbar keine Austrittgelüste. Die Zugehörigkeit zu einem Spitalverband ist aufgrund einer Gesetzesänderung per Anfang 2012 aufgehoben worden.

Die Gemeinde Regensdorf genehmigt die neuen Statuten des Spitals Limmattal trotz anstehendem Abgang. Laut Gemeindepräsident Max Walter nahm die Gemeindeversammlung den Antrag am Montagabend einstimmig an. Die Statutenabstimmung findet in allen 17 Trägergemeinden des Spitals Limmattal statt. Diese Woche fallen die letzten Entscheide. Bislang wurden sie durchgehend angenommen. Einstimmigkeit ist nötig, damit die Statuten in Kraft treten können. Damit darf gerechnet werden.

Die Statuten erlauben dem «Limmi» nicht nur eine von den Trägergemeinden unabhängige Rechnungsführung und somit mehr Handlungsspielraum. Sie enthalten auch eine Klausel, die einen vorzeitigen Austritt aus dem Spitalverband möglich macht. Denn eigentlich würde eine dreijährige Kündigungsfrist bestehen. Diese Klausel war im Frühjahr von Regensdorf angeregt worden, damit die abwanderungswilligen Gemeinden nicht mehr über den Spitalneubau abstimmen müssen, was im Juni 2013 ansteht. (jk)