Mein Ding: Fitnessklub

Mit Kraft zur Bestleistung

Geschafft! Seit letztem Samstag gehört Adrian Kraft ein Fitnessklub.

Geschafft! Seit letztem Samstag gehört Adrian Kraft ein Fitnessklub.

In der Rubrik «Mein Ding» stellen Limmattaler ihre Leidenschaft vor. So auch der Schlieremer Adrian Kraft.

Die Hantel, die Adrian Kraft in die Höhe stemmt, wirkt wie ein Zirkusutensil aus vergangenen Jahrhunderten. Auch die Sprossenwände und die Sitzgelegenheiten erinnern an schon etwas länger zurückliegende Zeiten in der Turnhalle. «Back to the Roots – Zurück zum Ursprung»: So soll es jetzt wieder werden. Der Schlieremer feierte letzten Samstag mit seinem Geschäftspartner Ilir Halili die Eröffnung ihres neuen Klubs. Statt Fitnessübungen mithilfe einer App zu absolvieren, werden die geschafften Einheiten und Fortschritte ganz «old school» festgehalten, wie Kraft selber sagt. Lediglich für das Einschreiben in die verschiedenen Kursangebote wird die eigene App benötigt. «Man verbringt schon die meiste Zeit vor dem Handy. Da ist es gut, wenn es während des Trainings wegbleibt.»

Die Hautfalten lügen nicht

Neben der handyfreien Gestaltung liegt der Fokus der beiden auf Qualität. «Wir wollen auf jeden Fall verhindern, dass sich die Leute falsch bewegen, zum Beispiel bei den Übungen an den Geräten einen Rundrücken machen», sagt Kraft. Neben der richtigen Haltung wird auch auf Individualität gesetzt. Beim Personal Training ist der erste Schritt ein Beratungsgespräch, in welchem die Ziele und Bedürfnisse ermittelt werden.

Danach kommt die Hautfaltenmessung zum Zug. Dabei nimmt Kraft 13 Hautfalten unter die Lupe, um hormonelle und ernährungstechnische Defizite zu ermitteln. Mit diesen Informationen lässt sich dann schliesslich der Trainingsplan zusammenstellen. «Jeder Kunde erhält einen separater Plan, der immer wieder angepasst wird. Wenn man trainiert, verändern sich Bedürfnisse plötzlich, und es ist unsinnig, nach einem erlangten Fortschritt am alten Plan festzuhalten.»

Die Eröffnung eines eigenen Fitnessklubs war für Kraft schon länger ein Thema. «Zusammen mit Ilir habe ich an der Langstrasse einen Kaffee getrunken und damit begonnen, Ideen zu sammeln. Das war vor drei Jahren. Aber dass es dann gleich so eine Grösse erreicht, ist beachtlich», so Kraft. Auch die Anzahl der bis jetzt verkauften Abonnemente sei äusserst zufriedenstellend.

Die Faszination Sport begleitet Kraft schon fast sein ganzes Leben. «In meinen Jugendjahren habe ich intensiv Fussball gespielt. Das Schöne war dieses Ausgepowertsein am Ende eines Trainings. Der Energie freien Lauf lassen tut gut.» Ausserdem ist für Kraft die mentale Stärke sehr wichtig. «Beim Ausüben einer Sportart wirst du mental gestärkt, und es hilft dir auch in anderen Lebensbereichen. Man bleibt an einer Sache dran und ist fokussierter.»

Mental gestärkt für 16 Stunden

Dieser Fokus hilft ihm auch in seiner aktuellen Lage. Das Studio hat von Montag bis Sonntag geöffnet. Die Tage sind lang. Unter der Woche öffnen die Türen um 6 Uhr und schliessen um 22 Uhr. Um die 16 Stunden zu decken, sind sie zu zweit. Die beiden sehen das entspannt. «Das Wort selbstständig sagt es ja schon. Selbst und ständig», sagt Halili lachend. Kraft stimmt zu. «Ehrlich gesagt arbeite ich lieber ein Jahr durch und geniesse danach vier Wochen Ferien und reise umher, statt die halbe Woche zu arbeiten und dann ein paar Stunden in der Sonne zu sitzen.»

Es gehe auch darum, was man einmal seinen Kindern erzählen will, was man im Leben erreicht habe. Beide sind sich sicher: «Die Gedanken machen es aus.» Die mentale Stärke vom Sport ist bei Kraft und Halili auch im Alltag angekommen.

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