Kurz bevor der Dietiker KinderFasnachtsumzug um Punkt 14.44 Uhr mit einem Knall losging, stand Darko Jovanovic mit seinen Verwandten aus Serbien, die gerade zu Besuch waren, an der Oberdorfstrasse. «Ich zeige ihnen die Schweizer Kultur», sagte er stolz.

Dann ging der 42. Umzug los. Den Anfang machten Die luschtige Dietiker und die Guggi-Häxe. Zusammen haben sie den Umzug organisiert. Guggen aus der ganzen Schweiz sorgten für ordentlich närrische Töne. Mittendrin strahlten als Sonnen verkleidet die Chindsgi-Kinder vom Breiti. Für wärmende Kalorien sorgten die Kleinsten vom Steinmürli. Als Panzerknacker verkleidet verteilten sie Schoggimünzen. Lehrerin Sabrina Potocnik sagte: «Kinder können so lernen, zu geben.» Abnehmer hatte es genug.

Seit dem ersten Umzug dabei sind die 1976 gegründeten Dietiker Reppischfäger. Auch die Clique Schäflibach und die Schruuber aus Urdorf zogen durch die Strassen. Allwettertauglich waren die Kinder vom Zentralschulhaus: Wie aus einer anderen Welt zogen sie mit Schirm als weisse Quallen durch die Gegend.

Beeindruckt von der Vielfalt zeigte sich auch Degin Kim. Er ist seit fünf Jahren in Dietikon und zum ersten Mal am Umzug. Aber auch er hat etwas Erfahrung. «Vor einiger Zeit hat auch Südkorea den Karneval vom Westen übernommen», erklärte er. Ob Neu- oder Alt-Dietiker, der Umzug ist ein Muss. Auch für Schulpflegerin Astrid Dätwyler. «Ich habe Konfetti im Blut», sagte sie. Auch der Alt-Schulvorstand Jean-Pierre Balbiani und der neue Schulvorstand Reto Siegrist liessen sich den Umzug nicht entgehen. Rund 830 Kinder der Dietiker Schulen machten mit – das ist Rekord!

«Dass so viele Kinder mit Migrationshintergrund mit uns dieses fasnächtliche Brauchtum leben, ist das Schönste», sagte OK-Präsident Pius Baggenstos. Und fügte an: «Ohne die Unterstützung von Stadt, Sponsoren, Gönnern und Helfern wäre dies nicht möglich.»

Nach dem Umzug ging es in der Stadthalle mit Kinder-Fasnachtsparty, Guggen-Power und Hudi-Ball weiter.