Kloster Fahr
Mit Hoffnung und Offenheit ins taufrische Jahr

Der musikalische Jahreswechsel im Kloster Fahr erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Über 250 Besucher folgten der Einladung der Benediktinerinnen, um das neue Jahr gemeinsam zu begrüssen.

Christian Murer
Merken
Drucken
Teilen
Jahreswechsel im Kloster Fahr
15 Bilder
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr
Jahreswechsel im Kloster Fahr

Jahreswechsel im Kloster Fahr

AZ

«Viele Menschen fassen zum Beginn eines neuen Jahres Vorsätze. Ich gehöre nicht zu diesen. Meine Erfahrung ist, dass Vorsätze - mögen sie noch so gut sein - bald einmal verblassen», sagte Priorin Irene Gassmann in ihrem Neujahrsgruss. Lie-ber lasse sie sich vom Leitsatz des heiligen Benedikt inspirieren: «Seine Hoffnung Gott anvertrauen.» Hoffnung sei zwar etwas Zerbrechliches. Deshalb sollten wir sorgfältig mit ihr umgehen. Im Weiteren betonte die Klostervorsteherin: «Die Hoffnung hat eine Schwester. Es ist die Offenheit. Der Mensch soll stets offen sein für das Neue, Unbekannte, und zwar im Vertrauen, dass es Sinn macht, egal, wie es ausgeht.»

Choral-Schola der Klosterfrauen

Nebst dieser Rede waren die Gäste vor allem auf den musikalischen Beitrag gespannt. Matthias Bühlmann (Fagott), Lorenz Raths (Horn), Jens Lohmann und Paul Scharf (Violinen), Michel Willi (Viola), Jonas Iten (Violoncello) sowie Gallus Burkard (Kontrabass) vom Schweizer Oktett spielten vertraute Werke von Mozart, Bach und Monteverdi. Aber auch modernere Stücke von Josef Suk und Arvo Pärt trugen zum abwechslungsreichen Musikprogramm bei. Eine echte Bereicherung waren die erstmaligen Gesänge der Choral-Schola Kloster Fahr. Zudem las Schwester Ruth Tresch las der vor einem Jahr verstorbenen Nonne und Dichterin Silja Walter.

Kloster Fahr atmet Geschichte

Anschliessend an die musikalisch-besinnliche Stunde in der Kirche offerierte die Klostergemeinschaft in den Räumen der Propstei einen Neujahrstrunk. Zur grossen Gästeschar gehörte auch der Würenloser Gemeindeschreiber Daniel Huggler. «Es ist für mich die schönste und angenehmste Art, den Jahreswechsel zu erleben», sagte er. Hier sei nämlich stets eine einmalige Stimmung, feierlich und ohne Trubel und Heiterkeit, denn die Heiterkeit würden wir in den Herzen tragen.

Eine Premiere war der klösterliche Jahreswechsel für Fridel Born aus Unterengstringen. «Die Besinnlichkeit und Beschaulichkeit hat mich tief beeindruckt», hielt er fest. Ebenfalls zum ersten Mal an der Neujahrsfeier weilte die reformierte Kirchenpflegepräsidentin Ursula Gütlin-Plüer aus Schlieren. «Die Kombination von Musik, Gesängen, Texte und Stille fand ich berührend», erklärte sie. Ähnlich nahm auch die Schlieremerin Monika Schlatter die Atmosphäre wahr. «Der Anlass war wirklich sehr feierlich - und die Klosterkirche natürlich der passende Rahmen dazu», sagte sie. Sie finde es eine sehr schöne Tradition. «Besonders angesprochen haben mich die vielen Windlichter und Kerzen. Das Kloster Fahr atmet Geschichte, die man auf Schritt und Tritt spürt.»