Filmfestival Uitikon
Mit Gold ausgezeichnet: Eisbären verzaubern das Üdiker-Huus

Gleich zwei Beiträge aus dem Limmattal wurden am regionalen Filmfestival mit Gold ausgezeichnet.

Ly Vuong
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Filmfestival Uitikon

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zvg/screenshot
Auch der Spreitenbacher Paul Berner erhielt für «Vom Visionär zum Promotor» Gold. Der Film handelt vom Bau einer Brücke in Opfikon.

Auch der Spreitenbacher Paul Berner erhielt für «Vom Visionär zum Promotor» Gold. Der Film handelt vom Bau einer Brücke in Opfikon.

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Rund 200 Besucher fanden sich im Üdiker-Huus zum regionalen Filmfestival ein. Eine Jury bewertete am Samstag die besten Amateurfilme der Region Nordostschweiz. Neben Spiel- und Animationsfilmen fanden sich vor allem Dokumentarfilme unter den Beiträgen. Mit Gold ausgezeichnet wurden gleich drei Reportagen, darunter sind zwei Limmattaler Beiträge: Zum einen jener vom Uitiker Willi Grau.

«Der Ruf der eisigen Herbstwinde» erzählt von Eisbären im kanadischen Churchill. Auch der Spreitenbacher Paul Berner mit seinem Beitrag «Vom Visionär zum Promotor», einer Dokumentation über den Ingenieur Hermann Blumer, erhielt Gold. Ebenfalls mit Gold ausgezeichnet wurde der Winterthurer Karl Döbeli für «Pinseltanz», ein Porträt über den Maler und Poeten Alex Sadkowsky.

 Als naturverbundener Mensch fand Margrit Holzmeer Willi Graus Reportage über die Eisbären im kanadischen Churchill am besten. «Der Film hat mich gepackt», sagt sie. Dass man Eisbären so aus dieser Nähe erleben kann, sei aussergewöhnlich. Eigentlich schaut die 70-Jährige selten Filme, und wenn sie etwas schaut, dann vor allem die «Tagesschau». Kürzlich jedoch fasste sie den Entschluss, öfters ins Kino zu gehen.
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 Die 66-jährige Catherine Müller ist eine der fünf Juroren des Filmfestivals. Am meisten Punkte gab sie dem Beitrag «Pinseltanz» von Karl Döbeli. «Im Inhalt und in der Machart werden die Verrücktheit und Vielseitigkeit des Künstlers Alex Sadkowsky gespiegelt», sagt sie. Das Porträt habe nichts Überflüssiges. Am liebsten mag sie Filme nach wahren Begebenheiten wie etwa Biografien, aber auch Spiel- und Tierfilme. «Wichtig ist, dass mich eine Geschichte fesselt.»
 Dem 86-jährigen Otto Furrer gefielen gleich mehrere Filme. Viele ausgezeichnete Nahaufnahmen habe Willi Graus Eisbären-Dokumentation. Beim kurzen Animationsfilm «Heute ist Badetag» von Peter Fasolin fand er den Gag über zwei Nonnen und einen Priester gelungen. Beim Beitrag «Rauf und Runter» sei die Idee sagenhaft, eine Rolltreppe die Kommentare sprechen zu lassen, so der langjährige Amateurfilmer.
 Der Amateurfilmer Bernhard Sutter sieht sich selbst als Anfänger. Erst seit acht Jahren sei er beim Videoklub Winterthur dabei. Er zeigte am Filmfestival seinen Beitrag «Patentanmeldung», einen humoristischen Kurzspielfilm über die Erfindung eines Bierautomaten. Doch am besten fand er Willi Graus «Der Ruf der eisigen Herbstwinde». Seine Frau Verena gefiel der Film «Pinseltanz» von Karl Döbeli. «Ein geniales Porträt über einen exzentrischen und vielseitigen Künstler».
 Margrit und Felix Merki sind ein Ehepaar, das Filme mit klaren und positiven Botschaften mag. Beide sind sich einig: Der Film «Wenn das Licht ausgeht» von Heidi Wolfensberger und die Animation «Feuerwerker» von Ernst Wicki haben ihnen am meisten zugesagt. Das Gedicht in Wolfensbergers Beitrag habe sie berührt. Die Botschaft, dass man die gemeinsame Zeit geniessen soll, weil Freunde mit zunehmendem Alter sterben, sei aus dem Leben gegriffen.
 Die Reportage «Ein Tag in Afrika» von Hansueli Holzer hat es dem Uitiker Gemeindepräsidenten Chris Linder besonders angetan. Darin wird der Zuschauer Zeuge eines Tages im Leben der Löwen in der Serengeti. «Es hat sehr schöne Aufnahmen und treffende Kommentare. Zudem erzeugt die Tonkulisse eine stimmige Atmosphäre», sagt Linder. Er weiss, wie viel Arbeit hinter einem solchen Beitrag steckt. Als Jugendlicher habe er selber mit Super-8-Filmen experimentiert.

Als naturverbundener Mensch fand Margrit Holzmeer Willi Graus Reportage über die Eisbären im kanadischen Churchill am besten. «Der Film hat mich gepackt», sagt sie. Dass man Eisbären so aus dieser Nähe erleben kann, sei aussergewöhnlich. Eigentlich schaut die 70-Jährige selten Filme, und wenn sie etwas schaut, dann vor allem die «Tagesschau». Kürzlich jedoch fasste sie den Entschluss, öfters ins Kino zu gehen.

Ly Vuong