Schlieren
Mit Einsprachen wollen Anwohner den Skaterpark verhindern

Etliche Anwohner haben Rekurs gegen die Baubewilligung für die Anlage bei der Schulanlage Zelgli eingelegt. Sie stört unter anderem der zusätzliche Lärm.

Nicole Emmenegger
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Limmattaler Zeitung

Die vielen Aussprachen zwischen Werkvorstand Christian Meier und Anwohnern des geplanten Skateparks bei der Schulanlage Zelgli haben nichts genützt: Gegen die Baubewilligung ist vor kurzem Rekurs eingelegt worden, wie Jean-Marc Fischer, Wortführer der Skatepark-Kritiker, sagt. «Die Baubewilligung enthält keinerlei Auflagen für den Betrieb der Anlage, wie wir es in den Gesprächen gefordert hatten. Wir konnten nicht anders, als Rekurs einzulegen», begründet Fischer die Einsprache.

Nebst den fehlenden Auflagen kritisieren die Anwohner das Lärmgutachten, das grünes Licht für den Skatepark gibt. So berücksichtige das Gutachten nur den Sportlärm der neuen Anlage - nicht aber die Gesamtbelastung des Quartiers durch die angrenzende Schul- und Sportanlage.

«Absolut keine Einigung»

Weil sie lärmende Jugendliche auf und um den Skatepark befürchten, fordern Anwohner verkürzte Öffnungszeiten (az Limmattaler Zeitung berichtete). Um die Skateboarder ausserhalb dieser Zeiten fernzuhalten, verlangen sie zudem einen abschliessbaren Zaun. In der Baubewilligung werden diese Anliegen nicht berücksichtigt, wie auch Werkvorstand Meier bestätigt. «Es hat bei den Gesprächen mit den Anwohnern absolut keine Einigung gegeben. Deshalb sind wir ihnen nicht entgegengekommen», so Meier. Die geforderten Betriebszeiten - unter der Woche bis maximal 20 Uhr statt bis 22 Uhr und am Sonntag bis 19 Uhr statt bis 22 Uhr - seien «viel zu restriktiv» für die jugendlichen Besucher. «Die Skateboarder würden die Anlage bei diesen Öffnungszeiten nur in den Ferien oder am Wochenende nutzen. Dafür müssen wir keinen neuen Skatepark bauen», sagt Meier.

Schonfrist für die Anwohner

Ein Kompromissangebot der Stadt, die Nutzung nur bis 21 Uhr zu erlauben, sei in den Aussprachen mit den Anwohnern als lächerlich bezeichnet worden. «Jetzt müssen wir abwarten und Tee trinken», so Meier zu den Perspektiven für den geplanten Freestyle-Park. Ursprünglich hätte dieser in diesem Sommer eröffnet werden sollen. Bis das Urteil des kantonalen Baurekursgerichts eintrifft, dürften aber noch einige Monate vergehen.

Den Kritikern aus dem Zelgli-Quartier wird diese Schonfrist recht sein. Sie demonstrieren Stärke und Entschlossenheit, den Rekurs wenn nötig an die nächste Rechtsinstanz weiter zu ziehen. «Wir haben uns darauf geeinigt, dass nur der am stärksten betroffene Anwohner Einsprache erhebt. Die anderen unterstützen ihn aber moralisch und finanziell und beraten ihn», so Jean-Marc Fischer.