Hitzewelle
Mit diesen 12 praktischen Tipps überstehen Sie die grosse Hitze

Es wird heiss. Sehr heiss. Ab Donnerstag klettert das Thermometer im Limmattal auf über 30 Grad. In Dietikon soll es am Sonntag sogar 36 Grad heiss werden. Tipps helfen, die Hitzewelle gut zu überstehen.

Sarah Serafini
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Zwei Limmattalerinnen im Brunnen vor dem Dietiker Stadthaus. Füsse und Hände ins kalte Wasser zu halten, kühlt den ganzen Körper ab. sar

Zwei Limmattalerinnen im Brunnen vor dem Dietiker Stadthaus. Füsse und Hände ins kalte Wasser zu halten, kühlt den ganzen Körper ab. sar

Bei so hohen Temperaturen muss man sich ausreichend gegen die grosse Hitze schützen. Denn zu viel Sonne kann zu Dehydrierung und einem Kreislaufkollaps führen. Vor allem für ältere Menschen ist die Hitze gefährlich.

Karin Ament, Leiterin Pflege im Alters- und Gesundheitszentrum (AGZ) Dietikon, rät: «Ich lüfte morgens die Zimmer bis um 8 Uhr. Danach lasse ich die Rollläden runter, damit keine Sonne ins Gebäude dringt.» Dies tut Ament nicht nur im AGZ, sondern auch zu Hause.

Im Alterszentrum gibt es zusätzlich eine Lüftung, die die Räume auf eine angenehme Temperatur kühlt. «Dann stellen wir unseren Patienten kalte Fussbäder bereit.» In den Zimmern ersetzt das Pflegepersonal die Decken mit leichten Sommerduvets.

12 Tipps gegen die grosse Hitze

Um die kommende Hitzewelle unbeschadet zu überstehen, haben wir hier 12 Tipps und Tricks zusammengestellt:

1. Genug trinken: Hört man immer wieder und sollte eigentlich selbstverständlich sein. Trotzdem soll es hier nochmals wiederholt werden: Mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag zu sich nehmen. Lauwarme oder kühle Getränke, am besten Wasser oder Tee. Eisgekühltes ist zwar im ersten Moment erfrischend, bringt den Körper aber wieder zum Schwitzen.

2. Am Mittag in den Schatten: Zwischen 11 und 15 Uhr die direkte Sonne meiden. Wer gerne draussen joggt, sollte dies auf die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegen.

3. Hände und Füsse kühlen: Um den Körper abzukühlen, können Füsse und Beine oder die Handgelenke und Arme unter das kalte Wasser gehalten werden. Auch Schläfen und Nacken können so gekühlt werden. Falls dies niemanden stört, kann man im Büro einen Eimer mit kaltem Wasser unter das Pult stellen.

4. Abkühlen mit Thermalspray: Ist in der Apotheke erhältlich und kann auf den ganzen Körper, auch im Gesicht, aufgetragen werden. Die Verdunstung sorgt für einen angenehmen Kühleffekt.

5. Feuchtes Tuch auflegen: Hat einen ähnlichen Effekt wie der Thermalspray. Das Tuch muss nicht kalt sein, nur feucht. Auf dem Körper verdunstet das Wasser, was zur Kühlung führt.

6. Helle Kleidung tragen: Schwarze Farbe wird vom Licht absorbiert. Helle Kleidung wirkt dem entgegen. Ausserdem sollen die Kleider luftig und leicht sein. Materialien aus Leinen und Baumwolle sind besonders luftdurchlässig.

7. Salzig Essen: Durch das Schwitzen gerät der Salzhaushalt des Körpers durcheinander. Als Mittagessen eignen sich darum salzige und vor allem leichte Speisen gut. Salat, Früchte und Gemüse sind leicht verdaulich und tun dem Körper gut. Statt viel auf einmal zu essen, sollte man lieber kleinere Portionen über den Tag verteilt zu sich nehmen.

8. Auf Alkohol verzichten: Alkohol entwässert den Körper und sollte bei grosser Hitze nicht getrunken werden.

9. Blau machen: Wer flexible Arbeitszeiten hat, sollte diese auf die Morgen- und Abendstunden verlegen und tagsüber ruhen.

10. Wärmeflaschen einfrieren: Als Abkühlung in der Nacht können Wärmeflaschen als Kälteflaschen umfunktioniert werden. Wasser einfüllen und ins Gefrierfach legen. Am Abend unter die Waden legen.

11. Feuchtes Tuch ans Fenster: Vor dem Zubettgehen, Fenster öffnen und ein feuchtes Tuch davor hängen. In der Nacht kühlt die einströmende Luft dadurch zusätzlich ab.

12. Nicht eiskalt duschen: Lieber eine lauwarme Dusche nehmen. Eine kalte Dusche bringt die Temperaturregelung durcheinander und lässt den Körper zusätzlich schwitzen.