Dietikon
Mit der neuen Stadtführung erhält man einen frischen Blick auf die Stadt

Die neue Stadtführung soll Dietikon von seiner besten Seite zeigen und gleichzeitig in die Geschichte des Orts einführen. Dabei können nicht nur Touristen sondern auch Einheimische etwas neues über Dietikon lernen.

Ly Vuong
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Neue Stadtführung durch Dietikon
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Elfie Rabenbauer erzaehlt von der roemischen Villa die unter dem Boden sich befindet und die auf der Tafel beschrieben wird
Die Hugenotten brachten das Knowhow der Faerberei nach Dietikon - im Bild das Faerberhaeuschen
Die Tafel gibt Information ueber die roemische Villa die unter dem Boden sich befindet hinten sieht man noch das Gemaeuer aus der Roemerzeit
Elfie Rabenbauer erzaehlt von der bewegenden Geschichte der Krone
Die Bibliothek neben dem Stadthaus war frueher das alte Stadthaus
Das Haeuschen im Hintergrund erinnert daran dass Dietikon der erste Durchgangsbahnhof der Schweiz ist
Da wo die St Agatha Kirche heute steht stand frueher mal eine Simultankirche die von Katholiken und Protestanten genutzt wurde

Neue Stadtführung durch Dietikon

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«Mit dieser Stadtführung wollen wir Dietikon von seiner besten Seite zeigen», erklären Catherine Peer und Elfie Rabenbauer vom Stadtverein Dietikon den Teilnehmern des historischen Stadtrundgangs im lichtdurchfluteten Eingangsbereich des Stadthauses - und beginnen gleich vor Ort.

So zeigt Peer auf, weshalb das Dietiker Amtsgebäude eine enge Verwandtschaft mit dem Primetower in Zürich hat: Dieser stammt nämlich aus der Feder von Mike Guyer, dem Sohn des Architektenehepaars Guyer, das 1991 das Stadthaus baute.

Doch Peers Ausführungen reichen an diesem Samstagnachmittag noch viel weiter zurück: von der Eisenzeit bis zu General Masséna, der seine Truppen 1799 in Dietikon versteckte - weshalb der Name der Stadt heute auch den Arc de Triomphe in Paris ziert.

Vom Stadthaus lotsen die Stadtführerinnen die Teilnehmer zum Zentrumsplatz. Dieser sei zwar nicht sehr schön, aber ein Kind der Stadt und verdiene deshalb die Chance, sich zu entwickeln, zitiert Rabenbauer den ehemaligen Stadtpräsidenten Markus Notter. Beim Bahnhof erwarten die Teilnehmer gleich zwei historische Perlen: ein Gemäuer aus der Römerzeit, auf das noch heute eine Tafel verweist, und das Bahnhofshäuschen; es erinnert daran, dass die heutige Bezirkshauptstadt 1847 auf der ersten Bahnstrecke der Schweiz lag.

Die historischen Details Dietikons ergeben für die Teilnehmer ein buntes Mosaikbild, das gefällt. «Ich habe heute viel erfahren», sagt etwa der Urdorfer Heini Hedinger. Besonders beeindruckt hätten ihn die Geschichte über die Bemühungen Dietikons zur Erhaltung des Restaurants Krone.

Auch der 60-jährige Dietiker Bruno Kaufmann ist voll des Lobes: «Der Rundgang hat mir einen erfrischenden, neuen Blickwinkel auf meinen Wohnort eröffnet.»