Dietikon

Mit den Basketballstars machen auch Fremdsprachen Spass

Primarschüler erhalten in der Wolfsmatt die Gelegenheit, mit Basketballprofis zu trainieren, und dabei ganz nebenbei ihre Englischkenntnisse praktisch anzuwenden.

Die Halle im Primarschulhaus Wolfsmatt in Dietikon ist am Kochen, obwohl im Turnen gerade eine Basketballstunde ansteht. Anstachelnd ruft Moderator Kevin Müri «Are you ready?» in die Runde und erhält ohrenbetäubenden Jubel als Reaktion. Im Stil eines professionellen Hallensprechers stellt Müri die Turnlehrer für die heutige Lektion vor: Richard Carter, Andre Stephens und Josh Sparks. Die drei laufen hintereinander in die Halle ein und klatschen mit allen Schülern und Schülerinnen ab.

Der Einlauf der Basketballstars in der Turnhalle

Der Einlauf der Basketballstars in der Turnhalle

Hier steht definitiv kein alltägliches Basketballtraining auf dem Programm. Die drei US-Profis von Swiss Central Basket aus Luzern, die in der höchsten Schweizer Basketballliga spielen, sind hier, um den Kindern ihre Leidenschaft näherzubringen – und das alles auf Englisch.

«Der Kontakt mit Profisportlern ist eine spannende Begegnung für die Kinder», sagt Helen Pianezzi, Schulleiterin im Wolfsmatt. Die Verbindung zwischen Sport und Sprachenlernen sei eine gute Sache, deshalb habe die Schule bei der Aktion von Swiss Basket mitmachen wollen. Unter der Leitung von Amateur-Basketballer und Moderator Kevin Müri besuchen die Profis verschiedene Schulen, um mit den Kindern spielerisch auf Englisch zu trainieren.

Beeindruckende Ringakrobatik von Josh Sparks.

Beeindruckende Ringakrobatik von Josh Sparks.

Im Wolfsmatt ist die Begeisterung der vielen jungen Nachwuchssportler zu spüren. Eingeteilt in drei Gruppen, trainieren sie jeweils mit einem der Profis. Bei den Pass- und Wurfübungen verpulvern die Viert- und Fünftklässler nur voller Elan ihre überschüssige Energie. Und beim Zuhören zwischen den Übungen zeigen die nötige Geduld. Etwaige Sprachbarrieren durchbrechen die Schüler mit gegenseitiger Hilfe gleich selbst.

Während es beim Training mit den Basketballhünen vor allem um das Verstehen der Fremdsprache geht, sind die Kinder bei der anschliessenden Fragestunde aktiv gefordert. Auch hier klappt es mit dem Englisch ganz ordentlich und die Kinder fragen die Profis Verschiedenes über ihre Herkunft, ihre Karriere, ihre Familie – und ob sie Michael Jordan kennen. Auf die Frage nach der Grösse löst der 2,05 Meter grosse Josh Sparks ein Raunen unter den Schülern aus. Fairerweise müssen die Profis dann dank der letzten Frage ihre Schweizerdeutschkünste unter Beweis stellen. Unter grossem Gelächter probieren sich alle drei Amerikaner am Wort «Chuchichäschtli». Die beste Figur macht dabei Josh Sparks, der für seine Aussprache am meisten Applaus erhält.

Beim Wurfwettbewerb gelingt der entscheidende Korb - da ist die Freude gross.

Beim Wurfwettbewerb gelingt der entscheidende Korb - da ist die Freude gross.

Ringakrobatik zum Abschluss
Auch beim grossen Höhepunkt zum Schluss sorgt Sparks für Jubel. Zur Freude seiner Trainingsgruppe entscheidet er den Wurfwettbewerb zwischen den Profis für sich und zeigt anschliessend seine beeindruckende Athletik mit zwei krachenden Slam Dunks. «Die Drehung in der Luft war toll», kommentiert der 9-jährige Omar den eindrücklichen 360-Grad-Dunk. Auch Miguel (10) und Aurora (10) hatten besonders Freude an der Schlussdarbietung der Profis. Allen dreien gefiel das Training ausgezeichnet.

«Es ist toll, den Kindern etwas mit auf den Weg geben zu können», sagt Richard Carter, der aktuelle Topskorer der Nationalliga A. Auch Helen Pianezzi freut sich über die gelungene Aktion: «Es ist schön, zu sehen, wie die Kinder mit lachenden Gesichtern aus der Halle kommen.» Bevor es für die Schüler und Schülerinnen wieder zurück in den Alltag geht, dürfen sie sich zur Erinnerung noch Unterschriften bei den Profis abholen. Von T-Shirts über Turnbeutel bis zu Schuhen halten sie Sparks, Stephens und Carter alles vor die Kugelschreiber.

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