Gestern Morgen um 8.30 Uhr war der Startschuss für Lukas Steiners Abenteuer. Er verliess sein Elternhaus in Oetwil Richtung Kapstadt. Der 24-Jährige will innerhalb eines Jahres mit dem Velo durch Südeuropa und Afrika reisen und damit Spenden für ein äthiopisches Hilfswerk sammeln (die Limmattaler Zeitung berichtete). Was Steiner nicht wusste: Seine Familie und seine Freunde planten zum Abschied eine Überraschung.

Rund 35 Leute erschienen in der Quartierstrasse Mülistatt, um dem Weltenbummler noch einmal persönlich Tschüss zu sagen. Als er mit seinem Velo um die Kurve kam, warteten sie auf ihn, schwangen Schweizer-, Südafrika- und Griechenland-Fähnchen und sogar Kuhglocken. «Das war eine Riesenüberraschung, mit der ich nicht gerechnet hätte. Ich schätze das sehr», sagte Steiner. Es sei ein Zeichen dafür, dass sein Umfeld an ihn denke. «Wenn ich nicht weggehen würde, hätte ich das nicht erlebt.»

Der Abschied für ein Jahr war emotional. «Es sind schon die einen oder anderen Tränen geflossen», sagte Steiner. Vor allem seine Mutter Barbara war besonders traurig. Für sie gab es aber nochmals ein Wiedersehen. «Wir trafen uns in Flüelen, meinem ersten Zwischenstopp, zum Mittagessen. Sie fuhr mit dem Auto dorthin», sagte Steiner. Auf den Trip freute er sich nach der Überraschung umso mehr. «Die Unterstützung meiner Lieben hat mir nochmals viel Kraft gegeben.» Mit einem breiten Lachen und einem Winken sagte er seiner Fangruppe in Oetwil Tschüss und trat in die Pedale. In einem Jahr wird er sie wiedersehen.