Dietikon
Mit dem Pedibus sicherer zur Schule gehen

Um den Schulweg sicher zu gestalten, wird die Stadt im kommenden Schuljahr ein neues System einführen. Dazu braucht sie die Mitarbeit der Eltern.

Gabriele Heigl
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Anina Gepp

Geplant ist mit Beginn des Schuljahres 2017/18 Folgendes: Die Kinder werden vom sogenannten Pedibus (darin steckt das lateinische Wort «pes» für Fuss) an der Sammelstelle in der Nähe ihres Wohnortes abgeholt und gehen gemeinsam mit ihren Schulkameraden und in Begleitung eines Erwachsenen zur Schule und wieder zurück. Eltern, die ihr Kind für den Pedibus einschreiben, führen den Pedibus selber ein- bis zweimal pro Woche – je nach Bedarf.

Das Projekt Pedibus ist nicht für einen bestimmten Schulweg gedacht. In der Beantwortung einer Interpellation zur Schulwegsicherheit in Dietikon heisst es dazu: «Eltern werden eingeladen, in Eigeninitiative Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen.» Für die Unterstützung des Projektes Pedibus hat die Schulpflege für das Jahr 2017 1000 Franken bewilligt. Was es mit dem Projekt genau auf sich hat, darüber wird die Schulpflege an einem Kindergarteninformationsabend im Januar näher informieren.

Längere Schulwege als früher

Gemeinderat Reto Siegrist (CVP) wollte von der Stadt wissen, welche Massnahmen sie ergreift angesichts der Tatsache, dass derzeit viele Kinder längere Schulwege gehen müssen als früher. Die Einschulung in der Nähe ist wegen der aktuellen Schulraumplanung und der prekären Schulraumsituation oft nicht mehr möglich. «Diese Schulwege führen über Strassen, die viel befahren, gefährlich und ohne Lotsendienst oder Lichtsignalanlage in unmittelbarer Nähe sind», schreibt Siegrist in seiner Interpellation. Dies sei nicht zuletzt auch deshalb bedenklich, weil durch das Verschieben des Einschulungstermins um drei Monate die jüngsten Schulstarter erst vier Jahre alt seien.

Die Stadt sieht sich in Sachen Verkehrssicherheit ganz generell gut aufgestellt. In der Interpellationsantwort heisst es: «In Dietikon sind die Strassen sowie Rad- und Fusswege den technischen Vorschriften entsprechend ausgestattet, beleuchtet und signalisiert.

Das gesamte Verkehrsnetz und damit auch die potenziellen Schulwege werden laufend auf Optimierungsmöglichkeiten auch im Bereich der Verkehrssicherheit überprüft.» So sind die viel befahrenen Strassen wie Bern-, Bremgartner-, Badener- und Zürcherstrasse an den neuralgischen Punkten mit Lichtsignalanlagen gesichert. Im Einzugsgebiet der Schuleinheit Wolfsmatt wurde die Strassenbeleuchtung verbessert, und es wird auf einen regelmässigen Rückschnitt von Gebüschen zur Verbesserung der Sichtverhältnisse geachtet.

Neue Tempo-30-Zonen

Auch das städtische Konzept zur Temporeduktion nennt die Stadt in diesem Zusammenhang: «Die neuen Tempo-30-Zonen Guggenbühl, Limmatfeld und Blüemliquartier wurden insbesondere zur Erhöhung der Schulwegsicherheit im Interesse der Kindergarten- und Schulkinder eingerichtet.» Darüber hinaus wurde der Strassenübergang vor dem Schulhaus Zentral an der Bremgartnerstrasse mit zusätzlichen Gefahrensignalen «Schule» versehen.

An der Badenerstrasse, Höhe Bushaltestelle Gjuchstrasse, wurden zwei Parkfelder entfernt, um die Sichtbarkeit von Kindern zu verbessern. Da es sich in beiden Fällen um Staatsstrassen handelt, sei die Umsetzung in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Fachstellen erfolgt, so die Stadt.

Siegrist fragte auch explizit nach der Schuleinheit Steinmürli. Die Stadt sieht hier keinen Änderungsbedarf. Direkte Massnahmen in Bezug auf die Schulwegsicherheit seien nicht geplant.