Dietikon

Mit dem letzten Ton geht eine Ära zu Ende

«Es Fäscht für mis Härz» war das Motto des neusten Jodler-Abends der Dietiker Stadtjodler. Nach zehn Jahren, war der Abend der letzte Jodler-Abend, welcher noch in der Stadthalle Dietikons stattfand.

Mit einem Streifzug durch die Jodler-Abend-Lieder der letzten zehn Jahre beglücken die Dietiker Stadtjodler bei der diesjährigen Ausgabe in der Stadthalle die zahlreich erschienenen Gäste. Und historisch ist nicht nur das Programm, sondern auch die Bedeutung des Abends: Es ist das letzte Mal, dass dieser Anlass in Dietikon stattfindet.

«Jeder Jodler-Abend ist für die Aktiven zu einem Fest fürs Herz geworden», sagt Moderatorin Wally Schneider in Anlehnung ans Motto «Es Fäscht für mis Härz». Die Schlagersängerin aus dem bernischen Koppigen führt souverän durch das Programm.

Sie erwähnt zu Beginn das 10-Jahr-Jubiläum von Dirigentin Ruth Matter Riedi aus Magden: «Das waren für sie zehn intensive Jahre mit viel Arbeit, Herzblut, Freude und Harmonie, mit Hochs und Tiefs, mit tausend von gesungenen Tönen und Melodien.»

Gesellig und kameradschaftlich

Vor zehn Jahren habe sie voller Freude und mit einer rechten Portion Neugier die Leitung der Stadtjodler übernommen, sagt Matter Riedi, die Grossmutter von dreizehn Enkelkindern.

«Die Geselligkeit, Kameradschaft und die Freude unserer Mitglieder am gepflegten Singen habe ich in den letzten 10 Jahren sehr genossen.» Die Jodler-Feste, Jodler-Messen, die Reisen und Auftritte in der Schweiz und im Ausland hätten diese zehn Jahre geprägt, so Matter Riedi.

«Ich bin stolz, eine Stadt-Jodlerin zu sein», betonte die gefeierte Dirigentin. Geehrt wurde ebenso Hugo Gehrig, der zusammen mit seiner Gattin Erika seit 33 Jahren die Tombola mit hundert Früchtekörben betreut.

Musikalisch eröffnet das Alphorn-Quartett Surental den Abend, gefolgt vom Lied «Zyt ha!», das die Stadt-Jodler Dietikon zusammen mit dem Jodlerchörli Geuensee zum Besten geben.

Das Highlight des Abends ist aber das Jugendchörli Appenzell unter der Leitung von Stephan Streule: Die rund 25 Mädchen und Buben mit ihren wunderschönen Trachten singen traditionelle Appenzeller Jodellieder, Rugguserli und Ratzliedli.

Chorsängerin Andrea Müller ist schon acht Jahre dabei: «Ich hoffe natürlich, dass die Leute viel Freude hatten. Der Zusammenhalt im Chörli finde ich grossartig», betont die 15-Jährige aus Weissbad.

Zu den weiteren Höhepunkten Jodler-Abends in der Dietiker Stadthalle gehört ebenso die Solojodlerin Isabelle Vock - begleitet von Daniel Bösch am Akkordeon - sowie das Jodler-Terzett Marie-Theres von Gunten, Ruth Matter Riedi und Isabelle Vock.

Mit dem letzten gesungenen Ton geht an diesem Abend auch die lange Ära der Dietiker Jodler-Abende zu Ende: «Da wir die hohe Saalmiete der Stadthalle nicht mehr bezahlen können, werden wir im kommenden Jahr in der Sporthalle Tägerhard in Wettingen auftreten», sagt Präsident Hansruedi Weibel am Schluss etwas wehmütig. Lakonisch fügt er an: «Dort sind die dreihundert Parkplätze erst noch gratis.»

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