Fast zur gleichen Zeit hallten Hunderte Stimmen durch Dietikon. Auf dem Pausenplatz der Schule Fondli sowie in der Reformierten Kirche fanden gestern Abend Weihnachtskonzerte statt. Das traditionelle Singen der Schule Wolfsmatt in der Kirche wurde gut besucht, Familien und Freunde erschienen zahlreich zur Vorführung der 200 jungen Dietikerinnen und Dietiker. Zur Einstimmung erwähnte Helen Pianezzi, Leiterin der Schule Wolfsmatt, dass viele der Lieder mit Sternen und Licht zu tun hätten. «Wenn es draussen kalt und dunkel wird, werden viele Leute dadurch verschlossen, frustriert oder sogar traurig», sagte sie. «Mit diesem Konzert wollen die Kinder allen ein Licht schenken.»

Seit dem Herbst auswendig lernen

Als Erstes sangen die Kinder das Lied «Bald, bald isch Wienacht». Das Publikum hörte den sechs- bis zehnjährigen Kindern gebannt zu. Seit dem Herbst hatten diese die Weihnachtslieder geübt. Mit Grazie und Leichtigkeit führten sie ihren Gesang vor. Und erhellten so die Herzen der Zuhörer.

So auch beim vierten Lied «Blinke, blinke, kleiner Stern». Da klang das Klavier plötzlich wie ein Bass. Obwohl das Stück technisch herausfordernd war, meisterten die Unterstufeklassen und Pianist Livio Castioni die Aufgabe mit Bravour. Die Erst-, Zweit- und Drittklässler spielten auch noch Flöte und sangen in verschiedenen Sprachen. Kaum endete «Stille Nacht», klatschten die Verwandten. Sie wollten noch mehr. Also gaben die Kinder nochmals «Feliz Navidad» zum Besten.

Steinmürli sang am Stadtfest

Im Fondli sangen gestern 500 Kinder, vom Kindergarten bis zur 6. Klasse, also etwa vom 5. bis 13. Lebensjahr.

Der Zeitpunkt der Weihnachtskonzerte der Dietiker Schülerinnen und Schüler ist unterschiedlich: Im Schulareal Luberzen beispielsweise fand bereits am 13. Dezember das Adventssingen statt. Rund 60 Kinder der Primarstufe sangen im Chor. Die Schule Steinmürli hingegen veranstaltet dieses Jahr kein Weihnachtssingen. «Diese Schuleinheit durchlebte eine intensive Phase am Stadtfest», sagt Dietiker Schulvorstand Reto Siegrist (CVP). Der Steinmürli-Chor führte am Fest das Stück «Willy Tell» auf. «Eine weitere Vorführung der Schule Steinmürli wäre nach einem solch grossen Anlass zu viel», sagt er. In Bezug auf die Schuleinheit Zentral sagt Siegrist: «Ich war bei ihrer Aufführung in der katholischen Kirche St. Agatha dabei und es gefiel mir sehr. Die Kinder haben ausgezeichnet gesungen.» Beim erwähnten Auftritt am Montag sangen 330 Schulkinder zwischen 4 und 12 Jahren. Noch grösser ist bei den verschiedenen Weihnachtskonzerten die Anzahl Zuhörer, die sich in besinnliche Stimmung versetzen liessen.