Dietikon
Militärbunker Zentral: Am 1. August geht es für einige Dietiker in den Untergrund

Einige Dietiker nutzten den freien Tag, um den Bunker Zentral zu besichtigen.

Lydia Lippuner
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Besichtigung des Bunker Zentral
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Regula Stauber (Dietikon) «Auch Schüler und Lehrer besuchen unser Museum.»
Arthur Müller (Dietikon) «Ich lernte im Militär, aus den Bunkern zu schiessen.»
Kurt und Ruth Bachmann (Dietikon) «Zu Hause werden wir nun einen Cervelat-Salat essen.»
Walther Zürcher (Dietikon) «Ich mache die Bunker-Führung schon etwa 25 Jahre.»
Florim Shabani (Dietikon) «Schade, gibt es heute kein Feuerwerk, auf das habe ich mich gefreut.»

Besichtigung des Bunker Zentral

Limmattaler Zeitung

Ein muffiger Geruch empfängt die Besucher im Bunker. Vorsichtig steigen sie die Stufen hinunter und gehen durch die engen Gänge. Um sie herum sind die 1,5 Meter dicken Wände des ehemaligen Militärbunkers Zentral in Dietikon. Walter Zürcher zeigt den Anwesenden, wie den Soldaten über Rohre Frischluft zugeführt worden ist und wo sie ihr Geschäft verrichten konnten. «Dieser Bunker ging vergessen, deshalb ist die Ausstattung noch drin», sagt Arthur Müller. Er erklärt den Besuchern in der dazugehörigen Ausstellung im Ortsmuseum, dass es noch rund 20 weitere Bunker in der Umgebung von Dietikon gibt. Diese wurden während des Zweiten Weltkriegs in Windeseile zur Landesverteidigung gebaut. Heute stehen zwei für Besichtigungen offen.

«Wir haben im Ortsmuseum rund 700 Besucher pro Jahr», sagt Regula Stauber, Leiterin des Ortsmuseums. Am 1. August serviert sie den Besuchern frische Apfelwähe und zeigt den Interessierten die Bilderausstellung von Dietikon im Erdgeschoss. «Wir haben rund 20'000 Bilder in unserem Archiv», sagt sie. Das älteste sei wohl aus dem Jahr 1910. Normalerweise ist das Ortsmuseum nur an Sonntagen für die Öffentlichkeit zugänglich. Doch am ersten August macht das 12-köpfige Museums-Team eine Ausnahme.