Oberengstringen

Milde Stimmung mit gutem Abgang beim Weinfest

Knapp 2000 Besucherinnen und Besucher feierten das 30-Jahr-Jubiläum des Weinfests mit einem Bouquet an Attraktionen. Das abwechslungsreiche Programm sorgte für grosse Begeisterung.

Während der Fahrt durch die Strassen Oberengstringens im Jubiläumszügli kam die Neuzuzüglerin Tamara Jud mit den Dorfbewohnern ins Gespräch. Die Fahrt sei eine schöne Erfahrung, die Leute hätten dem Zügli zugewinkt, erzählte sie, angekommen am Kirchweggelände unterhalb der Rebberge. Der Empfang der Neuzuzüger durch den Gemeinderat am Freitagabend bildete den Auftakt zum 30. Oberengstringer Weinfest. Übers Wochenende sorgten 18 Vereine mit ihren Ständen für Stimmung, und die Bevölkerung beteiligte sich rege. So verkauften einige Meter weiter Kinder ihre alten Spielsachen. Über den Preis wird auch schon mal unter Kindern verhandelt. Eine Mutter gab zu, dass sie mehr Mühe hatte, sich von den Spielsachen zu trennen, als ihr Sohn.

Im Schulhausgebäude hatte die Sozialdemokratische Partei das «Spielennium» eingerichtet: Bei der «Altberg-Südwand» konnte man beispielsweise seine Geschicklichkeit erproben und einen Tennisball mit Seilen über die mit Löchern besetzte Wand balancieren.

Balancetalent bewies auch der dreijährige Dario Rossi, der beim Reiten auf einem Polopferd über die Wiese geführt wurde. Sein Vater verriet, dass Dario sich besonders freute, als ihm der Pferdeführer sagte, er reite wie ein kleiner Cowboy.

Rhythmusgefühl zeigten die Zumba-Instruktorinnen bei einer Probelektion für die Gäste. Mit lateinamerikanischer Musik wie dem Sommerhit «Balada» von Gusttavo Lima schienen die Teilnehmerinnen schon fast die Anstrengungen der Tanzschritte zu vergessen.

Linard Bardills Willhelm Tell


Ins Schwitzen kamen auch der Kinderliedermacher Linard Bardill und sein Kontrabassist Bruno Brandenberger. Ihr süffiges und folklorisches Programm «Nid so schnell Wilhelm Tell» ist eine Art Update der Wilhelm-Tell-Geschichte. Denn der vom «Grossmaul Paul» geplagte Walti sagt zu seinem Vater Tell: «Heute schiesst man nicht einfach auf ein Grossmaul wie Gessler.» Nein, der Walti sagt dem Grossmaul Paul im richtigen Moment seine Meinung mit dem Lied «Nid mit mier»!

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