Geroldswil
Michael Von der Heide ist ein musikalisches Kind des Limmattals

Michael von der Heide nahm sein neues Album «Bellevue» im Geroldswiler Musikstudio von Maury Pozzi auf - das macht ihn faktisch zum Limmattaler Musiker.

Daniel Diriwächter
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Michael Von der Heide
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Produzent Maury Pozzi und Michael von der Heide hatten bei den Aufnahmen sichtlich Spass – Impressionen von den Studioaufnahmen in Geroldswil, bei denen auch die Sängerin Sina mit von der Partie
Kein Fremder im Limmattal Michael von der Heide würde gerne wieder in der Region auftreten
Produzent Maury Pozzi und Michael von der Heide hatten bei den Aufnahmen sichtlich Spass – Impressionen von den Studioaufnahmen in Geroldswil, bei denen auch die Sängerin Sina mit von der Partie
Produzent Maury Pozzi und Michael von der Heide hatten bei den Aufnahmen sichtlich Spass – Impressionen von den Studioaufnahmen in Geroldswil, bei denen auch die Sängerin Sina mit von der Partie
Produzent Maury Pozzi und Michael von der Heide hatten bei den Aufnahmen sichtlich Spass – Impressionen von den Studioaufnahmen in Geroldswil, bei denen auch die Sängerin Sina mit von der Partie

Michael Von der Heide

Zur Verfügung gestellt

Nach vier Jahren meldet sich der Chansonnier Michael von der Heide mit einem neuen Album zurück. Das Werk nennt sich «Bellevue» und obwohl der in Amden geborene Sänger seinem unverwechselbaren Stil zwischen Pop und Chanson treu bleibt, sind auch neue musikalische Elemente darauf zu hören.

Das kommt nicht von ungefähr, denn Michael von der Heide arbeitete für «Bellevue» eng mit dem Komponisten und Produzenten Maury Pozzi zusammen. Dieser ist eine feste Grösse in der hiesigen Dance-Szene, schrieb bereits drei Mal eine Hymne für die Street Parade und ist unter anderem massgeblich für DJ Antoines internationalem Hit «Ma Chérie» verantwortlich. Das Aufnahmestudio von Maury Pozzi liegt in Geroldswil und namhafte Künstler gaben sich dort bereits die Klinke in die Hand. So auch Michael von der Heide, dessen neues Album fast komplett in diesem Studio entstand.

Die Arbeit mit Maury Pozzi stand schon lange auf seinem Wunschzettel: «Vor fünf Jahren war ich Gast auf dem Album ‹2010› von DJ Antoine mit dem Song ‹Blue infini›, den Maury Pozzi schrieb und produzierte. Als ich das Endresultat hörte, war mir klar, dass eine weitere Zusammenarbeit unbedingt realisiert werden muss», erzählt er.

Ein Meister seines Fachs

Damit rannte Michael von der Heide offene Türen ein. Maury Pozzi hatte stets eine «Mordsgaudi», wenn er den Sänger traf. «Als mich Michael in seine Pläne für sein neues Album einweihte, entstand der Gedanke, das Album gemeinsam zu schreiben und zu produzieren», erzählt er begeistert. Allerlei Ideen und Demos kamen zusammen und bald erklangen die ersten Takte und Noten in Geroldswil. Auch die Chemie stimmte. «Das Schöne bei der Zusammenarbeit an einem Album ist, dass man sich nicht nur als Musiker besser kennen lernt, sondern dass auch eine Freundschaft entstehen kann», so Maury Pozzi. Dies sei der Schlüssel für eine erfolgreiche Kooperation.

Michael von der Heide selbst bezeichnet den Produzenten als Meister seines Fachs. Er sei «unglaublich musikalisch, intelligent, höflich und geduldig». Gegenseitig präsentierten sie sich Melodien oder Texte, von denen die besten zwölf nun auf «Bellevue» zu hören sind.

Auf den ersten Blick mag es als Stilbruch verstanden werden, dass der Dancefloor-Fachmann Maury Pozzi sich in Richtung Pop und Chanson begab. Dabei wissen viele nicht, dass er als Gitarrist im Rock und Pop-Genre seine Karriere startete. Und Angst vor neuen Klängen hat er sowieso keine. «Sag niemals nie», sagt er lächelnd.

Michael von der Heide wirkt auf «Bellevue» derweil so zeitgemäss wie noch nie: Elektronische Klänge treffen auf akustische. Schon die erste Single «Pas vu le temps passer» ist ein perfekter Vorbote des Albums. Zu hören sind auch Einflüsse der Countrymusik oder gar Anklänge an die Volksmusik. Die meisten Texte singt er auf Deutsch, drei auf Französisch. Von diesen ragt «Rien que des amis» besonders hervor. Es ist ein berührendes Duett mit der Walliser Sängerin Sina.

Fahrradtouren im Limmattal

«Bellevue» kann also als musikalisches Kind des Limmattals angesehen werden. «Nur» der finale Schliff fand in den Proxy Studios in Stuttgart statt. Auf die Aufnahmen blickt Michael von der Heide mit etwas Wehmut zurück. «Schade, dass sie schon vorbei sind.»

Ihm selbst, der schon auf Weltbühnen wie dem Royal Opera House in London aufgetreten ist, war das Limmattal nicht fremd. «Ich kenne die Region von meinen Fahrradtouren her, weil Freunde da wohnen und weil ich schon einige Male im Limmattal aufgetreten bin», so Michael von der Heide.

Die Plattentaufe von «Bellevue» findet am 26. September im Zürcher Club Moods statt – drei Wochen nach der offiziellen Erscheinung des Albums. Der Sänger freut sich schon auf den Auftritt in Zürich West: «Da beginnt doch eigentlich schon das Limmattal, oder nicht?», meint er spitzbübisch. Die folgende Tournee soll bis in den Frühling dauern – und wird ihn hoffentlich noch näher führen.

Michael von der Heide: «Bellevue»

Erscheint am 4. September.