Limmattal
Merklich weniger Staupe-Fälle im Limmattal

Zwar sind die Auswirkungen der letztjährigen Staupe-Welle im Limmattal noch sichtbar. In diesem Jahr haben die Wildhüter jedoch noch keine kranken Füchse und Dachse entdeckt.

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In der Schweiz sind vor allem Wildtiere wie Füchse und Dachse vom Staupenvirus betroffen (Archiv)

In der Schweiz sind vor allem Wildtiere wie Füchse und Dachse vom Staupenvirus betroffen (Archiv)

Die tödliche Viruserkrankung Staupe schwappte vor einem Jahr via Knonauer Amt ins Limmattal. Rund 20 an Staupe erkrankte Füchse und Dachse wurden im Jagdrevier Uitikon registriert. Die Krankheit verläuft bei marder- und hundeartigen Wildtieren meist tödlich. Kranke Tiere können massive Verhaltensstörungen aufweisen und beispielsweise sehr apathisch werden.

In diesem Jahr sieht es bis jetzt besser aus: «In unserem Revier haben wir keine kranken Füchse oder Dachse entdeckt, und es wurde uns auch noch nichts gemeldet», sagt Michael Kuenzle, Obmann der Jagdgesellschaft Uitikon. Er betont aber, dass dies nur eine Momentaufnahme sei. «Wir können nicht ausschliessen, dass noch Fälle von Staupe auftreten.»

Auch aus den Nachbarrevieren seien keine Fälle bekannt, sagt Kuenzle. Trotzdem sind die Auswirkungen der letztjährigen Staupe-Welle noch sichtbar: «Es hat weniger Füchse. Das hängt auch damit zusammen, dass die Krankheit während der Wurfzeit gewütet hat und deshalb wohl viele Jungtiere verendet sind.»

Noch vereinzelte kranke Tiere

Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch auf kantonaler Ebene ab: «Zürich ist noch nicht frei von Staupe, die Welle an erkrankten Tieren ist aber deutlich am Abnehmen», sagt Urs Philipp, Leiter der kantonalen Fischerei- und Jagdverwaltung. «Seit April wurden 44 kranke Tiere registriert. Darin sind allerdings alle Krankheiten enthalten – eine genaue Diagnose ist oft schwer», erklärt Philipp. Als die Krankheit grassierte, erkrankten um die 500 Tiere. (kob)