Mein Ding: Tischtennis
«Ich vergesse dabei alle Sorgen für eineinhalb Stunden»: Tobias Kienast kann beim Tischtennis abschalten

Tischtennis ist für den Weininger nicht die einzige Sportart, aber jene, die er gerne bis an sein Lebensende ausüben möchte.

Carmen Frei
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Tobias Kienast ist bereits seit zwölf Jahren beim Tischtennis-Club Dietikon-Weiningen mit dabei und möchte gerne noch sehr lange weiterspielen.

Tobias Kienast ist bereits seit zwölf Jahren beim Tischtennis-Club Dietikon-Weiningen mit dabei und möchte gerne noch sehr lange weiterspielen.

Carmen Frei / Limmattaler Zeitung

Seit zwölf Jahren ist Tobias Kienast schon beim Tischtennis-Club Dietikon-Weiningen dabei. Bereits in der sechsten Klasse ist er nach einem Turnier zum Verein gestossen. «Wir haben Tischtennis schon auf dem Schulhausplatz mit Rundlauf gespielt», sagt der 24-Jährige. Dabei sei er immer relativ gut gewesen. Das sei damals aber draussen mit Kollegen gewesen.

«Man muss unterscheiden zwischen Tischtennis draussen und drinnen», erklärt der Weininger. In der Halle sei das Spiel ein anderes. «Es gibt keine Umwelteinflüsse und wir spielen mit einem Schläger mit griffigem Belag», sagt er. Damit könne er zwar besser spielen, es sei aber auch schwieriger, den Ball zu kontrollieren. Mit einem solchen Schläger könne er dem Ball viel besser die richtige Rotation mitgeben.

Wie eine Tischtennis-Familie

Kienast hat zuerst beim Tischtennis-Club Dietikon-Weiningen in der Jugend trainiert und oft Turniere gespielt. Dabei treten die Spieler im Einzel gegeneinander an. Viele Spielerinnen und Spieler kenne er noch aus dieser Zeit. «Bei Turnieren waren wir fast wie eine Familie», erinnert er sich. «Nun spiele ich aber hauptsächlich in der Meisterschaft», sagt er. Dort treten sie im Dreier-Team an. Die Saison dauert von September bis April.

Beim Tischtennis sei die Schlagtechnik wichtig. «Ich habe gerade erst den Jugend-und-Sport-Trainerkurs besucht», sagt Kienast. Dort hätten sie die Grundvoraussetzungen wie die Schlägerhaltung und die Beinarbeit vertieft angeschaut. Er sagt:

«Ich bin nun schon zwölf Jahre beim Tischtennis-Club dabei, aber es gibt noch sehr viele Dinge, die ich an mir verbessern möchte.»

Nach dem Trainerkurs dürfte er eigentlich Kinder trainieren. Aktuell hätten sie aber keine Jugend-Gruppe, denn dafür bräuchten sie zwei Jugendtrainer. «Alleine ist es schwierig, man muss zweimal die Woche da sein», erklärt er. Im Moment wäre ihm das zu viel. Denn Kienast studiert Soziale Arbeit an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Zuvor hatte er eine Lehre als Sanitärplaner gemacht. «In den Semesterferien arbeite ich noch auf dem Beruf», sagt er.

Er ist sportlich vielseitig unterwegs

Auch sportlich kommt einiges dazu: Kienast hat früher Fussball und Tennis gespielt. «Und ich spiele auch noch Badminton», sagt er.

«Aber mit Tischtennis habe ich den Sport gefunden, der mir am besten passt.»

Der Sport sei zudem ein guter Ausgleich zur Arbeit und zum Studium. «Ich vergesse dabei alle Sorgen für eineinhalb Stunden.»

Kienast ist ausserdem Schiedsrichter, Materialwart des Tischtennis-Clubs Dietikon-Weiningen und Captain der 1. Mannschaft. Im Training am Dienstag und am Freitag sei er eigentlich immer dabei. Und er möchte gerne bis an sein Lebensende weiterspielen. Der Sport sei gut, um Reaktion und Konzentration zu trainieren und könne praktisch in jedem Alter gespielt werden. Er stelle es sich auch spannend vor, zu beobachten, wie sich der eigene Spielstil mit der Zeit wandle. «Es ist wirklich ein Sport, den man ewig machen kann», findet er.

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