Mein Ding: Pfadi
Seich machen und Abenteuer erleben: Das gefällt Abteilungsleiter Yannick Rhyn an der Pfadi Laupen

Während seiner Pfadizeit erlebte der Oberengstringer ein schweizweites sowie ein internationales Lager. Angefangen hat alles mit einer Cowboy-Schnitzeljagd.

Virginia Kamm
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Yannick Rhyn gefällt es, dass es in der Pfadi für jeden einen Platz hat.

Yannick Rhyn gefällt es, dass es in der Pfadi für jeden einen Platz hat.

Britta Gut

Seit 16 Jahren ist die Pfadi Teil seines Lebens: Yannick Rhyn ist Abteilungsleiter der Pfadi Laupen, die in Ober- und Unterengstringen unterwegs ist und rund 60 Mitglieder zählt. Es ist sein drittes Jahr als Vereinsleiter, zuvor hat er sieben Jahre lang die Kinder zwischen sechs und elf Jahren geleitet. «Das Beste an der Pfadi ist, dass man nicht an eine bestimmte Tätigkeit gebunden ist, sondern alles machen kann», sagt der 24-Jährige. «Mal basteln wir, mal singen wir und so hat es in der Pfadi für jeden einen Platz.»

Rhyn schätzt es, dass sein Hobby nicht kompetitiv sein müsse, sondern dass es um gemeinsame Erlebnisse gehe. Zudem gefällt es ihm, draussen im Wald Zeit zu verbringen. Wieso sein Pfadiname Newton lautet, hat verschiedene Gründe: «Einerseits weiss ich viel und bin sehr neugierig, andererseits teile ich mein Wissen auch gerne unaufgefordert mit anderen», sagt er und lacht. In der Pfadi hat der Pflegefachmann langjährige Freunde gefunden und bis heute nicht aus den Augen verloren. Rhyn ist in der Pfadi zwar gerne ein Vorbild für die Kinder, hat aber auch Freude daran, mal das eigene Kind in sich rauszulassen. «In der Pfadi kann man noch Seich machen und Abenteuer erleben», sagt er.

Für die Pfadi hat er mit dem Fussballspielen aufgehört

Zur Pfadi Laupen ist Rhyn, der in Weiningen aufgewachsen ist, durch einen seiner jetzigen Mit-Abteilungsleiter gekommen. «Wir kennen uns schon seit Ewigkeiten und haben zusammen einen Schnuppertag besucht», erzählt er. «An diesem Samstagnachmittag ging es um Cowboys und wir haben eine Schnitzeljagd gemacht.» Von diesem Erlebnis war Rhyn, der heute in Oberengstringen wohnt, so begeistert, dass er für die Pfadi sogar mit dem Fussballspielen aufgehört hat.

«In meiner Pfadizeit gab es schon viele Highlights», sagt Rhyn. «Besonders ist mir das Bundeslager 2008 in Erinnerung geblieben, an dem Pfadis aus der ganzen Schweiz teilgenommen haben.» Auch ein internationales Pfadilager in Island im Jahr 2017, an dem Rhyn mit einigen Leiterkollegen dabei war, hat ihn beeindruckt. Zurzeit freut er sich besonders auf das nächste Bundeslager, das 2022 ansteht. «Es wird sicher spannend, nicht nur erneut an einem Bundeslager teilzunehmen, sondern es dieses Mal selber mitzugestalten.»

In der Pfadi hat Rhyn nicht nur gemerkt, dass er gerne mit Menschen zusammenarbeitet, er hat auch gelernt, kreative Lösungen für Probleme zu finden. Zudem ist er davon überzeugt, dass die Pfadi seine Auftrittskompetenzen gefördert hat: «Wenn man eine Horde von 20 Kindern dazu bringen kann, einem zuzuhören, dann schafft man das auch bei Erwachsenen», sagt er und lacht.

In der Pfadi zu leiten, bedeute auch viel Aufwand: So seien die Leiterinnen und Leiter durchschnittlich etwa acht Stunden pro Woche mit der Pfadi beschäftigt, sagt Rhyn. Ende 2022 plant er, sein Amt als Abteilungsleiter weiterzugeben. Das heisst aber nicht, dass er unbedingt schon mit der Pfadi aufhören wird: «Ich leite auch Kurse für junge Pfadileiterinnen und Pfadileiter», erzählt er. «Es macht mir viel Freude zu sehen, wie sich die jungen Leute innerhalb von nur einer Woche weiterentwickeln.»