Mein Ding: Fotografieren
Fredi Oberholzer fängt mit Drohne und Fotokamera in und um Dietikon die Stimmung ein

Der Dietiker findet seine Motive ab und zu auch auf seinen Rundgängen für seinen Arbeitgeber EKZ. Mit der Drohne zeigt er Dietikon zudem gerne von oben.

Carmen Frei
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Am Wasser ist Fredi Oberholzer oft mit der Kamera anzutreffen.

Am Wasser ist Fredi Oberholzer oft mit der Kamera anzutreffen.

Chris Iseli

Fredi Oberholzer ist für seinen Job im ganzen Kanton Zürich und sogar bis nach Einsiedeln unterwegs. Er ist bei den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) für den Umgebungs-Gebäude Unterhalt von Hochspannungsanlagen zuständig. Sein Leidenschaft für die Fotografie vergisst er dabei aber nicht: Bei seinen Rundgängen entdeckt er immer wieder Motive. «Manchmal nehme ich auch die Kamera mit», sagt der 54-Jährige. Vor zehn Jahren hat er wieder damit begonnen, zu fotografieren – damals noch mit dem Handy.

Fredi Oberholzers Traumjob zu Schulzeiten war Kameramann beim Schweizer Fernsehen. Nach der Schule machte der Dietiker dann zuerst eine Schnupperlehre als Reprofotograf und arbeitete zeitweise als Fotolaborant. Es folgte schliesslich eine Ausbildung als Elektriker. Die Fotografie begleitet ihn aber weiter.

Vor zwei Jahren kaufte Oberholzer sich eine Kamera, vor vier Jahren eine Drohne. «Ich mache nun mehr Luftaufnahmen», sagt er. Um eine grosse Drohne benutzen zu dürfen, musste er sogar einen Online-Test ablegen. «Dieser besteht aus 70 Fragen zu Verboten und Bildrechten», erklärt er.

Oberholzer fasziniert die blaue Stunde

Einmal in der Woche ist er mit der Drohne unterwegs, ein- bis zweimal pro Woche mit der Kamera. Je nach Wetter nimmt er dabei die Nebelstimmung oder Sonnenuntergänge auf. «Die blaue Stunde fasziniert mich», erklärt er zudem. Sie bezeichnet die Zeit der Morgen- und Abenddämmerung, zu der aufgrund des Sonnenstandes die blaue Farbe dominiert. Mit Langzeitbelichtung fängt Oberholzer dann die Stimmung ein.

Bei schlechtem Wetter widmet er sich zu Hause der Kreativfotografie. Und obwohl Oberholzer gerne Landschaften aus der Distanz ablichtet, macht er auch noch Makrofotografie. Dort nimmt er Gegenstände aus der Nähe auf und zeigt Details.

Der Hobbyfotograf nimmt manchmal auch seine Kamera mit auf seine Arbeitsrundgänge, für den Fall, dass er ein geeignetes Motiv entdeckt.

Der Hobbyfotograf nimmt manchmal auch seine Kamera mit auf seine Arbeitsrundgänge, für den Fall, dass er ein geeignetes Motiv entdeckt.

Chris Iseli

Er fotografiert vor allem in Dietikon, ist aber auch im restlichen Limmattal unterwegs. «Ich gehe viel an die Reppisch und an den Marmoriweiher. Ich arbeite beim Fotografieren gerne mit Wasser.» Häufig geht er alleine auf seine Foto-Touren, manchmal begleitet ihn seine Partnerin dabei.

Vieles hat er sich selbst beigebracht

Viel Wissen über die Fotografie hat sich Oberholzer selbst beigebracht. «Es beinhaltet viel Learning by Doing», meint er. Zudem hat er sich über die Videoplattform Youtube viele Kenntnisse angeeignet.

Nach der Bildaufnahme folgt jeweils noch die Bildbearbeitung. Oft arbeitet er mit Objektivfiltern wie Verlaufs- und Neutraldichtefiltern - eine Art von Graufiltern. Manchmal bearbeitet er die Bilder auch direkt am Handy. «Inzwischen gibt es gute Apps dafür», sagt er. Seine Aufnahmen teilt er gerne in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram.

Seine Fähigkeiten sprechen sich herum

Inzwischen kommen bereits Personen mit spezifischen Fotowünschen auf ihn zu. Eines seiner Sujets hat sogar die Limmatstadt AG für eine ihrer Postkarten übernommen. Es ist eine Drohnenaufnahme, die unter anderem den Limmattower zeigt. «Früher habe ich den Limmattower gehasst», sagt Oberholzer. Inzwischen habe er ihn aber als Motiv für sich entdeckt.

Auch von den EKZ hat er bereits Anfragen erhalten. «Sophia Siegenthaler von der Kommunikationsabteilung ist auf mich aufmerksam geworden», sagt Oberholzer. So habe er unter anderem die neue Photovoltaikanlage mit der Drohne aufnehmen können.

Verdienen kann er mit seinem Hobby aber noch beinahe nichts.

«Ich mache das aus Freude und muss nicht immer eine Gegenleistung haben»,

meint er. Das Hobby brauche viel Zeit. Aber er schätze es, wenn Leute an seinen Bildern Freude haben.

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