Mein Ding: Fotografie
Von Landschaftsfotografie bis zur Detailaufnahme: René Weber fotografiert seit seiner Jugendzeit mit Leidenschaft

Der Dietiker begann schon früh mit dem Fotografieren und unternimmt auch heute noch Reisen, um schöne Motive zu finden. Aber auch am Weiher in Glanzenberg ist er unterwegs. Seit 28 Jahren gibt er sein Wissen zudem beim Amateur Fotoclub Dietikon weiter.

Carmen Frei
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Seit rund 66 Jahren fotografiert René Weber. Mit dem Teleobjektiv ist er auch am Weiher in Glanzenberg auf der Suche nach Eisvögeln.

Seit rund 66 Jahren fotografiert René Weber. Mit dem Teleobjektiv ist er auch am Weiher in Glanzenberg auf der Suche nach Eisvögeln.

Alex Spichale

Als René Weber im Alter von 14 Jahren zu fotografieren begann, war die Fotografie noch eine ganz andere. «Mein Vater arbeitete im grafischen Gewerbe und ich half dort in den Schulferien aus», sagt Weber. Er verbrachte viel Zeit in der Dunkelkammer, arbeitete mit Entwickler- und Fixierchemikalien.

Später lernte er Reproduktionsfotograf. «Ich erhielt Farbdias aus Museen, von Salvador Dalí, Degas oder Picasso. Wir trennten diese dann mit drei verschiedenen Farbfiltern, um Druckplatten herzustellen. Heute macht man das alles mit dem Scanner», erklärt Weber.

Viele Berufe gibt es heute nicht mehr

Er liess sich weiterbilden und arbeitete unter anderem beim «Aargauer Tagblatt» in der Reproduktion. Im Alter von rund 40 Jahren wechselte er zu einer Bank, da absehbar war, dass es Reproduktionsfotografen bald nicht mehr brauchen würde. «Im Vergleich zu früher gingen etwa 15 Berufe im Bereich der Fotografie verloren», sagt er.

Aber er findet die Neuerungen auch praktisch. «Wenn ich früher verschiedene Einstellungen an der Kamera ausprobieren wollte, musste ich warten, bis der Film entwickelt war», erklärt er. Er habe sich jeweils notieren müssen, welche Einstellungen er bei welchem Bild verwendet habe.

«Nun kann ich das direkt vor Ort anschauen und vergleichen.»

Für schöne Motive geht der 80-Jährige auch heute noch auf Reisen. «Es gibt einen Fotografen, der speziell fürs Fotografieren Reisen organisiert», sagt Weber. In Kleingruppen erkundeten sie dabei schöne Orte, fotografieren und probieren aus.

Auf seinem Computer hat er unzählige Bilder, die bei Ausflügen entstanden sind. Vertreten sind Landschaftsmotive, Tierfotografie, aber auch experimentellere Sujets. «Das sind meine Schlechtwetterfotografien», sagt Weber. Dabei experimentierte er mal mit CDs im Hintergrund, mal mit Papier und Unschärfe.

Er ist seit 28 Jahren beim Amateur Fotoclub Dietikon dabei

Weber ist auch im Amateur Fotoclub Dietikon engagiert. «Ich bin seit etwa 28 Jahren dabei. Ich war für zehn Jahre Präsident, das war von 1992 bis 2002», sagt der Dietiker. Er habe danach nicht erneut das Präsidentenamt übernehmen wollen, deshalb ist er nun technischer Leiter. «Ich organisiere Personen für Vorträge oder bereite selbst welche vor.» Dabei gehe es um die Kniffe der Fotografie wie die Arbeit mit dem Licht, der Blende und der Verschlusszeit.

«Bei der Blende und der Belichtungszeit hat sich trotz Neuerungen nicht viel verändert»,

meint er. Das Wissen zur Fotografie, das er im Bereich der Optik erlernt habe, sei immer noch wertvoll. Vielen fehle das heute. Beim Amateur Fotoclub Dietikon möchte er dieses Wissen weitergeben.

An der Generalversammlung habe der Fotoclub soeben beschlossen, dass die Jubiläumsausstellung zum 95-Jahre-Jubiläum nun dieses Jahr stattfinde. Dabei soll die Ausstellung durchgeführt werden, wie sie letztes Jahr bereits geplant war. «Wir müssen nun nur noch die Drucksachen neu machen», sagt Weber. Er hofft, dass die Ausstellung dieses Mal stattfinden kann.