Mein Ding: Fischen
Dank seiner Kinder: René Briner ist seit zehn Jahren wieder an den Limmattaler Gewässern unterwegs

Bereits als Kind begann der Urdorfer zu fischen. Nach einer Pause ist er nun bereits seit zehn Jahren wieder mit der Angelrute unterwegs und inzwischen im Vorstand des Fischereivereins Zürich 1883.

Carmen Frei
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René Briner hat schon als Kind mit dem Fischen begonnen. Zur Wahl des Platzes meint er: «Es hat jeder Platz seine Vorzüge.»

René Briner hat schon als Kind mit dem Fischen begonnen. Zur Wahl des Platzes meint er: «Es hat jeder Platz seine Vorzüge.»

Valentin Hehli

René Briner steht mit wasserfesten Hosen, Schuhen und Anglerweste in der Limmat. In seiner Hand hält er seine Angelrute. Sie ist mit Verzierungen und seinem Namen versehen. Briner hat sie bei einem Rutenbauer in Scuol fertigen lassen. «Die habe ich mir gegönnt», sagt der 41-Jährige.

Briner, der in Dietikon aufgewachsen ist, begann mit sieben Jahren mit dem Fischen. Bis ins Alter von 13 Jahren war er danach entlang von Bächen und Flüssen unterwegs. Nach einer Pause ist er nun bereits seit zehn Jahren wieder aktiver Fischer und Vorstandsmitglied im Fischereiverein Zürich 1883.

Seine Kinder sind bereits mit dabei

Das Fischen wieder aufgenommen hat er auch wegen seiner drei Kinder. «Mit der Familie ist das eine gute Sache, die man gemeinsam machen kann», findet er.

«Mein Kleinster ist nun fünf Jahre alt und kommt auch schon mit.»

Ab vier oder fünf Jahren könnten die Kinder ihre Eltern zum Fischen begleiten.

Briner ist inzwischen Aktuar beim Fischereiverein Zürich 1883. Zudem ist er Obmann und Pächter des Limmatreviers 366 und Pächter des Schäflibachs. «Wir pachten die Reviere als Privatpersonen», erklärt Briner. Denn der Kanton verpachtet sie nicht an Vereine.

Die neusten Entwicklungen fordern die Fische

Als Fischer beobachtet Briner die Entwicklung der Fischbestände in den Gewässern und die vielen kritischen Veränderungen der Umwelt. Er sieht das Insektensterben, die zunehmenden hormonellen Rückstände im Wasser und die höheren Wassertemperaturen als Bedrohungen für die Fische.

Vor allem die Forellen und die Äschen seien durch die wärmeren Temperaturen gefährdet, sagt er. Andere Fische würden hingegen profitieren. Briner sagt:

«Es gibt viel mehr Welse. Ihnen gefallen die höheren Temperaturen besser.»

Ein weiterer Fisch kommt ebenfalls besser mit den Veränderungen zurecht. «Der Alet wird sich wahrscheinlich als Leitfisch in der Gegend durchsetzen. Er kommt auch mit mittelmässiger Wasserqualität und höheren Wassertemperaturen aus und ist ein Allesfresser», erläutert Briner.

Der Fischereiverein wächst

Der Obmann des Limmatreviers 366 traf während des Lockdowns viel mehr Fischer an.

Der Obmann des Limmatreviers 366 traf während des Lockdowns viel mehr Fischer an.

Valentin Hehli

Für die verschiedenen Fische in den Gewässern interessieren sich immer mehr Leute. Der Fischereiverein Zürich 1883 konnte sich vor allem während des ersten Lockdowns über Zuwachs freuen. Er ist der älteste Fischereiverein der Schweiz und hat aktuell etwa 150 Mitglieder, laut Briner sind 20 davon Jungfischer. Briner sagt:

«Normalerweise treffe ich beim Fischen zwei bis drei weitere Fischer an. Während des Lockdowns waren es viel mehr.»

«Wir haben auch sechs SaNa-Instruktoren bei uns im Verein», sagt er. Den Sachkundenachweis Fischerei brauchen Fischer, um ein Langzeitpatent für ein Revier zu erwerben, das ihnen das Fischen erlaubt. «Dadurch kommen auch immer wieder neue Mitglieder zu uns», sagt Briner.

Für sein Hobby findet er immer wieder Zeit

Die vielen Mitglieder bedeuten für ihn auch eine Entlastung. «Der Verein veranstaltet ab und zu auch ein Limmat-Putzen. Wir finden dafür immer genügend Freiwillige», sagt er. So sei die Teilnahme jeweils kein Müssen.

«Mit drei Kindern kann ich die Zeit so besser einteilen.»

Das Fischen ist für ihn denn auch ein entspannendes Hobby. «Ich gehe viel am Sonntagmorgen für zwei oder drei Stunden fischen», sagt er. Inzwischen wohnt der gelernte Metallkonstrukteur in Urdorf, arbeitet aber in Dietikon. Einen Lieblingsplatz zum Fischen hat er aber nicht. «Es hat jeder Platz seine Vorzüge», findet Briner.

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