Mein Ding: Chor
«Mir wänd eifach singe»: Theresia Strobel ist seit der Gründung des Chors für Singfreudige dabei

Seit drei Jahren präsidiert Theresia Strobel aus Oetwil den Chor. Ihr gefallen vor allem die Vielfalt der Lieder und die gute Gemeinschaft unter den Mitgliedern.

Virginia Kamm
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Die Oetwilerin Theresia Strobel hat den Chor für Singfreudige 2013 mitgegründet.
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Die 19 Sängerinnen und Sänger treffen sich jeden Dienstagabend im Singsaal Luberzen in Dietikon.
Gemeinsam mit Dirigent Christian Schmidt üben sie verschiedene Lieder in allen möglich Sprachen.
Diese Vielfalt schätzt Theres Strobel besonders.
Der nächste Auftritt des Chors für Singfreudige wird am 1. Dezember am Seniorennachmittag in der katholischen Kirche Geroldswil sein.

Die Oetwilerin Theresia Strobel hat den Chor für Singfreudige 2013 mitgegründet.

Valentin Hehli

Sie war dabei, als der Chor für Singfreudige im März 2013 ins Leben gerufen wurde: Theresia Strobel aus Oetwil ist begeisterte Sängerin und präsidiert den Chor seit drei Jahren. «Am besten gefällt mir, wie vielfältig unsere Lieder sind», sagt Strobel, die kürzlich ihren 70. Geburtstag feierte. Die 19 Chormitglieder aus dem ganzen Limmattal singen unter anderem mehrstimmig alte und neue Volkslieder in verschiedenen Sprachen. «Wir haben ein breites Spektrum und die Freude am Singen steht im Vordergrund. Unser Motto lautet: ‹Mir wänd eifach singe›», sagt sie.

Zur Chorgründung sei es dank eines Singkurses an der Volkshochschule Dietikon gekommen, erzählt Strobel. Sie sei begeistert gewesen, weil dazu keine Kenntnisse im Notenlesen nötig waren. «Ein paar von uns wollten weitersingen und so haben schliesslich 14 Personen einen Verein mit dem Namen Chor für Unmusikalische gegründet», sagt sie. Vor zwei Jahren wurde er in Chor für Singfreudige umbenannt. Schon von Anfang an war die Oetwilerin im Vorstand aktiv, zuerst als Kassierin. Der Chor probt jeden Dienstag von 19 bis 21 Uhr im Singsaal des Dietiker Schulhauses Luberzen, seit zweieinhalb Jahren mit dem Dirigenten Christian Schmidt.

Jeden Morgen spielt sie ein paar Stücke auf ihrer Veeh-Harfe

«Die Musik war mir schon immer wichtig», sagt Strobel. «Als Kind wurde in meiner Familie viel und gerne gesungen.» Vor 25 Jahren entdeckte sie an einem Konzert ihre Begeisterung für die Veeh-Harfe, auf der sie bis heute jeden Morgen ein paar Stücke spielt. Es handelt sich dabei um eine Art Zither, für die keine grossen Notenkenntnisse nötig sind. Ein Blatt, das man unter die Saiten legt, zeigt auf, in welcher Reihenfolge und wo man diese zupfen muss. Ihre Veeh-Harfe, die sie selber gefeilt und besaitet hat, sei oft bei ihrem Engagement in der Senioren- und Behindertenarbeit zum Einsatz gekommen, sagt sie.

«Eine gute Gemeinschaft ist uns im Chor für Singfreudige sehr wichtig», sagt Strobel. So sei der Besuch in einem Dietiker Restaurant nach den Proben ebenso selbstverständlich, wie sich per Telefon nach einem kranken Mitglied zu erkundigen. «Auch als wir wegen der Coronapandemie ein halbes Jahr nicht proben konnten, hielten wir den Kontakt», sagt sie. Der Unterbruch habe dem Zusammenhalt nicht geschadet, im Gegenteil:

«Wir haben die Proben vermisst und waren froh, als diese wieder möglich waren.»

Trotzdem wäre der Chor froh um mehr Mitglieder, vor allem um männliche: «Der Chor ist generell etwas überaltert und wir haben leider nur drei Männer», sagt sie.

Zu den Highlights ihrer Chorzeit gehören für Strobel Auftritte an der Feierabendmusik in der katholischen Kirche St.Agatha in Dietikon. Auch an der Aktion «Eine Million Sterne» der Caritas auf dem Dietiker Kirchplatz hat der Chor schon teilgenommen. Zu den Höhepunkten im Jahr gehören auch eine Grillparty im Sommer und ein Adventsanlass.

Als Nächstes steht beim Chor für Singfreudige ein Auftritt am Seniorennachmittag in der katholischen Kirche Geroldswil am 1. Dezember auf dem Programm. «Weitere Konzerte sind geplant, dafür üben wir zurzeit ein neues Repertoire ein», ergänzt Strobel.

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