Schlieren

Mehrere Schlieremer Fahrzeughalter von Vandalismus betroffen

Silvio Höhn und seine Frau Monika vor einem Fahrzeug, das zerkratzt wurde.

Silvio Höhn und seine Frau Monika vor einem Fahrzeug, das zerkratzt wurde.

Malermeister Silvio Höhn ist empört: In den letzten zwei Jahren wurden drei seiner Autos zur Zielscheibe von Vandalen. Wegen der Schäden an seinen Autos spart Höhn nun beim Sponsoring.

«2012 wurden am einen Fahrzeug an der Stationsstrasse zwei Pneus zerstochen und kurz darauf hatte ich tiefe Kratzer im Lack», so Höhn. In der Nachbarschaft klagten weitere Fahrzeughalter über Beschädigungen an ihren Autos. Alleine die Kosten für die Lackierarbeiten an Höhns Auto beliefen sich auf mehrere tausend Franken. Dann wurde es ruhig an der Stationsstrasse.

Doch als Höhn an einem Morgen Anfang März zur Arbeit kam, traute er seinen Augen kaum: Bei seiner Firma am Alten Zürichweg war an einem Firmenfahrzeug eine Scheibe eingeschlagen worden. Nur wenige Tage später wurde auch sein persönliches Geschäftsfahrzeug auf dem Parkplatz beim Geschäftssitz zerkratzt. Der Malermeister glaubt nicht an persönliche Motive hinter den Taten: «Das war Willkür. Auch bei anderen Fahrzeugen in der Nachbarschaft wurden in letzter Zeit Beschädigungen festgestellt», sagt er.

Höhn erstattete Anzeige

Höhn reagierte nun auf die beiden Vorfälle: Er erstattete Anzeige gegen unbekannt und wird künftig seine Fahrzeuge wenn immer möglich zum Schutz in der Garage abstellen. «Dieser respektlose Umgang mit dem Eigentum fremder Personen zeugt für mich von einem generellen Mangel an Respekt, der in unserer Gesellschaft um sich greift», so Höhn.

Den zweiten beschädigten Geschäftswagen lässt er in den kommenden Wochen neu lackieren. Der Schaden beläuft sich auch hier auf mehrere tausend Franken. Die Vorfälle an der Stationsstrasse und am Alten Zürichweg haben nun weiterreichende Konsequenzen: Aufgrund der hohen Kosten, die der Malermeister wegen der Schäden zu tragen hatte, will er künftig seine Sponsoringbeiträge an kulturelle oder sportliche Veranstaltungen und Vereine um dieselbe Summe kürzen. Gesamthaft gab der Unternehmer bisher jährlich eine grössere fünfstellige Summe für die Unterstützung von Sport und Kultur aus, wie er sagt.

Folgt dieser Entscheid, weil er die Täterschaft unter den Mitgliedern dieser Vereinigungen vermutet? «Nein», sagt Höhn, «aber die Beiträge sind Kosten aus dem Werbebudget und deshalb am einfachsten einzusparen.» Natürlich erhoffe er sich von dieser Massnahme aber auch, dass die Vereine künftig ihre Mitglieder sensibilisieren und darauf aufmerksam machen, dass, wer dem Gewerbe schade, damit auf einen wichtigen Geldgeber ziele. Einzig die Beiträge an Behindertenvereine, Hilfswerke und den Tierschutz will Höhn auch künftig nicht kürzen, wie er sagt: «Diese Zielgruppen haben mit Sicherheit alle nichts mit den Vorfällen zu tun.»

Kapo stellte keine Häufung fest

Die Zürcher Kantonspolizei erklärt auf Anfrage, dass in Sachen Vandalismus an Motorfahrzeugen in Schlieren «keine alarmierende Anhäufung von Vorfällen festgestellt» worden sei. Man gehe eingehenden Anzeigen von Fahrzeughaltern natürlich immer nach und richte «das Augenmerk bei Patrouillen auch auf verdächtige Wahrnehmungen» diesbezüglich.

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