Dietikon

Mehr Verkehr, mehr Ärger: Die Stadt kauft nun einen Blitzer

Blitzer Radarkasten

Die Stadt Dietikon kauft für 182'000 Franken einen Blitzer.

Blitzer Radarkasten

Es soll nicht primär Bussen generieren, sondern die Verkehrssicherheit erhöhen: Ab Ende Oktober kann die Dietiker Stadtpolizei ein Geschwindigkeitsmessgerät einsetzen.

Der Verkehr in Dietikon nimmt zu – und damit auch die Klagen über zu schnell fahrende Autos und Töffs auf den Quartierstrassen. Der Stadtrat reagiert nun auf verschiedene Meldungen aus der Bevölkerung und Beobachtungen der Stadtpolizei: Er kauft ein semistationäres Geschwindigkeitsmessgerät. Der Stadtrat hat dafür einen Kredit über 182000 Franken genehmigt, wie er gestern mitteilte.

Der Blitzer werde Ende Oktober geliefert, sagt Stadtpolizeichef Marco Bisa auf Anfrage. Dabei geht es der Stadt nicht darum, Bussen zu generieren: «Ein wichtiger Punkt ist, dass das Gerät präventiv und effektiv im Bereich der Verkehrs- und Schulwegsicherheit wirken soll», sagt Bisa. Das Gerät werde deshalb unter anderem gezielt in der Nähe der Schulhäuser zum Einsatz kommen, sagt Bisa. Aber auch an anderen Orten bestehe Handlungsbedarf.

Deshalb sei die Anschaffung einer semistationären Anlage, die sich einfach von einem Standort an einen anderen verschieben lässt, wichtig. «So kann die Stadtpolizei dort reagieren, wo entweder Analysen oder Meldungen darauf hinweisen, dass zu schnell gefahren wird oder Unfälle passieren.»

Das Geschwindigkeitsmessgerät hat Dietikon beim Unternehmen «ces – complete electronic systems AG» bestellt. Das Familienunternehmen aus Wallisellen entwickelt und produziert die laserbasierten Messgeräte selber. In der Region gelangt bereits ein ces-Gerät zum Einsatz; die Stadt Schlieren hat ihre Anlage im Oktober 2014 in Betrieb genommen.

Vandalen- und diebstahlsicher

Wie nun Dietikon setzt auch Schlieren auf ein semistationäres Gerät. Eine mobile Anlage hätte in der Anschaffung zwar nur rund die Hälfte gekostet, doch hätte diese stets bewacht werden müssen – denn weil diese so klein und leicht sei, bestünde eine Diebstahls- und Beschädigungsgefahr, hatte der Schlieremer Stadtrat seinen Antrag damals begründet. Eine semistationäre Anlage ist hingegen grösser und schwerer.

Ausschlaggebend war aber wie in Dietikon auch der präventive Charakter: «Ein solches Gerät ist besser sichtbar als eine mobile Falle. Wir wollen nicht möglichst viele Bussen eintreiben, sondern die Verkehrsteilnehmer für die Einhaltung der jeweiligen Geschwindigkeitslimit sensibilisieren», sagte der damalige Polizeivorstand Pierre Dalcher (SVP) gegenüber der «Limmattaler Zeitung».

Die Zahlen bestätigen dies noch immer: Bei der letzten mitgeteilten Geschwindigkeitskontrolle, welche die Stadtpolizei Schlieren/Urdorf während dreier Wochen im Juni und Juli an der Urdorferstrasse durchführte, wurden insgesamt 27215 Fahrzeuge registriert. 249 von ihnen – oder weniger als ein Prozent – hatten die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde überschritten.

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