Dietikon

Mehr Verkehr ist für Dietiker Stadtrat kein Problem

Projektskizze des Gebiets Silbern

Projektskizze des Gebiets Silbern

Mit den drei Entwicklungsgebieten Limmatfeld, Silbern-Lerzen-Stierenmatt und Niderfeld wächst auch das Bedürfnis nach einer besseren verkehrlichen Infrastruktur. Der Dietiker Stadtrat sieht sich gegenüber dem anfallenden Mehrverkehr gewappnet.

«Der Stadtrat misst der Abstimmung zwischen der Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung in Dietikon einen hohen Stellenwert bei», so die einleitenden Worte, mit denen der Stadtrat die Interpellation von Ernst Joss beantwortet. Der SP-Gemeinderat erkundigte sich darin, nach Etappierungsmöglichkeiten der Grossüberbauungen und nach der für diese bereitzustellenden Infrastrukturen. Joss: « Die rasche Entwicklung ist für Dietikon problematisch. Der Verkehr überschreitet heute schon das erträgliche Mass».

Der Stadtrat definiert in seiner Antwort drei zentrale Entwicklungsgebiete, die künftig zusätzlichen Verkehr auslösen werden. Dazu gehören das Limmatfeld, das Gebiet Silbern-Lerzen-Stierenmatt, sowie das Niderfeld.

Stadtrat teilt die Sorgen nicht

Vor zwei Jahren konnten die Gebäude des Baufelds Erlenhof im Limmatfeld bezogen werden. Die restlichen rund zehn Baufelder, die allesamt zu der Überbauung Limmatfeld gehören, würden schrittweise entwickelt, schreibt der Stadtrat in seiner Antwort. «Die Bauarbeiten auf den Baufeldern A (Westhöfe) und B (Lindenhof) werden im Herbst 2011 abgeschlossen sein», sagt er. In diesem Rhythmus gehe es bis ins Jahr 2017 weiter, dann seien sämtliche Baufelder vollendet und bezugsbereit. Die künftigen Bewohner des Limmatfelds seien innert Gehdistanz beim Dietiker Bahnhof, ausserdem werde das Gebiet durch zwei neue Bushaltestellen erschlossen. «Für den Langsamverkehr werden ebenfalls zusätzliche Verbindungen zum Bahnhof und ins Zentrum Dietikons geschaffen», schreibt der Stadtrat weiter.

Auch bezüglich des SLS-Gebietes (Silbern-Lerzen-Stierenmatt) teilt der Stadtrat die Sorgen von Ernst Joss nicht. Mit dem im April zur Beschlussfassung an den Gemeinderat überwiesenen Gestaltungsplan, werde der Weg frei für eine Aufwertung des Gebietes, heisst es in der Antwort. Eine planungsrechtliche Etappierung könne jedoch – im Gegensatz zum Limmatfeld – nicht greifen, da alle Grundstücke eingezont und baureif seien, heisst es. Die S-Bahn-Station Silbern werde dereinst jedoch eine weitere Verdichtung im Gebiet Silbern ermöglichen.

Etappierung der Projekte

Im Niderfeldsei es die Aufgabe in den nächsten Jahren die Gestaltungspläne zu erarbeiten, da es heute noch nicht baureif sei, erklärt der Stadtrat. «Es ist davon auszugehen, dass die Baureife im Jahr 2018 erreicht werde». So würden die ersten Bauvorhaben zeitgleich mit der erwarteten Inbetriebnahme der Limmattalbahn im Jahr 2020 fertiggestellt: «Was sinnvoll ist, da die Erschliessung mit der Stadtbahn eine Voraussetzung für die Entwicklung des Niderfeldes ist», schreibt die Exekutive. Eine zweckmässige Etappierung der Bebauung werde Aufgabe der Gestaltungspläne der drei Bauzonen des Niderfelds sein. «Somit wird sich die schrittweise Bebauung des Niderfelds voraussichtlich bis ins Jahr 2030 hinaus erstrecken», heisst es weiter.

Parallel zu der Etappierung der Bauprojekte werde aber auch in die Verkehrsinfrastruktur investiert, um das Wachstum in Dietikon in einem verkraftbaren Rahmen zu halten, schreibt der Stadtrat. So werden unter anderem bis 2016 der Autobahnanschluss Dietikon und der Knoten an der Mutschellenstrasse ausgebaut. Auch die Silbernstrasse werde bis zur Mutschellenstrasse ausgebaut und laufend sei die Stadt und der Kanton daran, eine Verdichtung des Angebots des öffentlichen Verkehrs vorzunehmen.

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