Oetwil

Mehr Steuern, mehr Besoldung, mehr Wasser: wichtige Entscheide für die Gemeindeversammlung

An der Gemeindeversammlung stimmt Oetwil über höhere Steuern, höhere Besoldungen für Behördenmitglieder und den Ausbau eines Pumpwerks ab. (Symbolbild)

An der Gemeindeversammlung stimmt Oetwil über höhere Steuern, höhere Besoldungen für Behördenmitglieder und den Ausbau eines Pumpwerks ab. (Symbolbild)

Neben höheren Steuern sind an der Gemeindeversammlung am Dienstagabend auch das Wasser und die Besoldung der Behörden ein Thema.

Viel steht auf dem Spiel, wenn die Oetwiler Gemeindeversammlung am Dienstagabend über das Budget 2018 des Gemeinderats entscheidet, das eine fünfprozentige Steuererhöhung beinhaltet und bei der Rechnungsprüfungskommission (RPK) Ablehnung hervorrief.

Mehr zur Vorgeschichte finden Sie hier: Warum der Gemeinderat die Steuererhöhung als nötig erachtet und warum die RPK sie ablehnt.

Nach dem Budget, das für einige Voten sorgen dürfte, kommt dann eine nicht minder wichtige Sache: die Wasserversorgung. Gemeinderat und RPK demonstrieren hier Einigkeit: Beide setzen sich ein für ein Ja zum Bruttokredit über 510 000 Franken, mit dem insbesondere das Pumpwerk Letten erneuert und ausgebaut werden soll. Dazu muss man wissen, dass die Oetwiler Hochzone zu einem Viertel mit frischem Oetwiler Quellwasser gespeist wird. Der Rest stammt aus der Gruppenversorgung Geroldswil-Oetwil-Weiningen (GOW). Dieses Wasser der GOW muss vom Pumpwerk Letten in die Hochzone raufgepumpt werden. «Fällt das Pumpwerk Letten aus, kann die Hochzone Oetwil nicht ausreichend mit Trink- und Löschwasser versorgt werden. Es fehlt ein zweites Standbein, sodass die Versorgungssicherheit derzeit nicht gewährleistet ist», schreibt der Gemeinderat nun in der Weisung.

Um dieser Problematik entgegenzuwirken, soll die Oetwiler Hochzone nun eine Notverbindung zur Geroldswiler Hochzone erhalten. Zudem beinhaltet das Projekt eine Verdopplung der Pumpleistung von bisher total 600 Liter auf 1200 Liter pro Minute, da die 55 Jahre alten Pumpen gleich ersetzt werden. Hinzu kommen weitere Massnahmen. Von den 510 000 Franken soll Oetwil 445 000 Franken übernehmen, die GOW 15 000 Franken und die Gemeinde Geroldswil 50 000 Franken. Im Gegenzug haben die Geroldswiler dann ihrerseits eine Notversorgung, wenn ihr Pumpwerk Moos ausfällt.

Höhere Besoldung bringt jährliche Mehrkosten von 18'000 Franken

Weiter bestimmt die Versammlung über die Auflösung des Zweckverbands Betreibungs- und Gemeindeammannamt Geroldswil, dem Oetwil und Weiningen angeschlossen sind. Neu soll die Zusammenarbeit nicht mehr als Zweckverband, sondern im Rahmen eines Vertrags geregelt werden, der auf 1. Januar 2019 in Kraft treten würde. Hintergrund dieses Geschäfts sind neue kantonale Vorgaben. Letzteres gilt auch für den Erlass einer kommunalen Gebührenverordnung. Zum Schluss geht es dann um die Entschädigung der Behördenmitglieder. Diese soll erhöht werden. Sie lag bisher unter dem kantonalen Durchschnitt. Gemeinderäte zum Beispiel sollen künftig eine Besoldung von 20 000 Franken jährlich erhalten, der Präsident 30 000 Franken. Die verschiedenen Erhöhungen hätten jährliche Mehrkosten von 18 000 Franken zur Folge.

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