Sobald mehrere Autofahrer aufs Mal den Bergdietiker Volg aufsuchen, kann es zu brenzligen Situationen kommen. Die Autofahrer biegen von allen Seiten auf die Fläche vor dem Eingang zum Laden ein. Parkplatzmarkierungen gibt es auf dieser Fläche keine. Will man mit dem Auto zurück auf die Bergstrasse, ist höchste Vorsicht geboten. Vor allem rückwärts, was eigentlich gar nicht erlaubt ist.

Nun soll die gefährliche Situation verändert werden. Im Zusammenhang mit der Sanierung der Bergstrasse – auch Kantonsstrasse K 412 genannt –, die genau vor dem Volg liegt, wird die Parkplatz-Situation detaillierter geregelt.

Die Verkehrsunfälle, die es schon gegeben hat, sind ausschlaggebend für den Umbau, teilte die Gemeinde mit. Die geplante Massnahme sei mehr als notwendig. «Wir haben lange darauf hingearbeitet. Auf Kantonsebene war es schon lange ein Thema», sagt Gian Marco Meier, Leiter der Abteilung Bau und Planung der Gemeinde. Das Ziel des Projektes sei es, die jetzige Parksituation zu entschärfen, «damit nichts mehr passiert».

Baubeginn steht kurz bevor

Dass die Leute einfach irgendwo parkieren, habe sich mit den Jahren so ergeben. «Das war aber keineswegs bewilligt», sagt Meier. Dem neuen Bauplan hat der Kanton bereits zugestimmt. Wann dieser in Kraft treten soll, ist allerdings unklar. Es gäbe noch Dokumente, die nicht eingereicht worden seien: «Die Kanalisationsbewilligung liegt noch nicht vor. Sobald die da ist, kann sofort angefangen werden», erklärt Meier.

Statt querbeet vor den Laden zu fahren, soll man künftig nur noch von oben rein- und nach unten rausfahren können. Das ergibt einen sicheren Einbahnverkehr. Ein Grünstreifen soll die neuen Parkplätze und die Kantonsstrasse künftig voneinander trennen. Insgesamt führt das Projekt nicht nur zu sichereren, sondern auch zu mehr Parkplätzen.

Eigentümerin der Liegenschaft ist die Bergli Immobilien AG. Sie sei lediglich für die Finanzierung verantwortlich, der Rest liege in den Händen von Volg. So sei der Detailhändler mit Sitz in Winterthur für den Plan zuständig, lässt die Immobilienfirma auf Anfrage verlauten.

Einkauf trotz Umbau möglich

Nicht nur die Volg-Parkplätze sind in dem Umbauplan einbezogen: Der Supermarkt soll auch renoviert werden. Die Anlieferung soll nun neu auf der hinteren Seite des Geschäfts erfolgen – mit einem neuen Lager. Die neue Methode soll den Kunden-Verkehr erleichtern. Zudem ist eine neue Tankstelle geplant. Diese wird auf einer Holzkonstruktion basieren und doppelt so viele Zapfsäulen wie die heutige Tankstell bieten: vier statt zwei.

Auch während des Umbaus ist der Einkauf möglich: Der Volg und die Tankstelle sollen geöffnet bleiben. Die Gemeinde sieht das Projekt als klares Bekenntnis vom Volg zum Standort Bergdietikon. Und ruft in ihrer Mitteilung einmal mehr dazu auf, den Laden im eigenen Dorf mit Einkäufen zu unterstützen. Geöffnet ist er jeweils von 6 bis 21 Uhr.