Dietikon

Mehr Schulraum und neuer Quartierpark: Kindergartenbau startet nächste Woche

Schulvorstand Reto Siegrist (CVP, links) und Hochbauvorstand Anton Kiwic (SP) legten auf der grünen Wiese selbst Hand an.

Schulvorstand Reto Siegrist (CVP, links) und Hochbauvorstand Anton Kiwic (SP) legten auf der grünen Wiese selbst Hand an.

Der Doppelkindergarten Gjuch in Dietikon soll im Sommer 2021 bezogen werden, beim aufgewerteten Quartierpark dauert es bis Herbst.

Weil in den nächsten Jahren im Gjuch und den umliegenden Quartieren viele Kinder eingeschult werden, sei der neue Doppelkindergarten dringend nötig, sagte der Dietiker Schulvorstand Reto Siegrist (CVP). Nächste Woche beginnen die Bauarbeiten; zunächst wird auf der Lozziwiese der künftige Kindergartenbereich abgezäunt. Das erschwert den Zugang zum Spielplatz, aber bis in den Frühling steht dieser der Bevölkerung noch zur Verfügung, wie Projektleiterin Daniela Saxer erklärte. Am Donnerstag fand vor Ort der symbolische Spatenstich für den Neubau und die geplante Aufwertung der restlichen Wiese statt.

Alter Kindergarten wird für ­Mittagstisch und Hort genutzt

Ab Frühling 2021 wird der Spielplatz wegen der geplanten Neugestaltung ­gesperrt. Nach den Sommerferien 2021 beginnen die Kinder dann das Schuljahr im zweigeschossigen Doppelkindergarten. Der neue Quartierpark soll der Bevölkerung ab Herbst 2021 zur Verfügung stehen. «Der Rasen und die Bepflanzungen brauchen zuerst etwas Schonungszeit», erklärte Saxer. Während der Bauarbeiten bleibt der 1951 gebaute Kindergarten auf der gegenüberliegenden Strassenseite in Betrieb. Später soll er als Mittagstisch und Hort für die Tagesstrukturen der Schule genutzt werden, sagte Siegrist. Dass der Kindergarten an einen bestehenden Quartierspielplatz angebunden wird, habe sich bereits beim Kindergarten Schächli und demjenigen im Limmatfeld bewährt.

Hochbauvorstand Anton Kiwic (SP) bestätigte erneut, dass der grosse Silberahorn auf der Wiese erhalten bleibt. Weil die Lozziwiese auf einer Grundwasserschutzzone steht, dürfe nicht in den Untergrund gebaut werden, erklärte er. Zudem drückte er seine Freude darüber aus, dass der Stadtrat grünes Licht für einen ökologischen Bau mit Minergie-P-Eco-Standard gegeben hat. Vom bisherigen Spielplatz bleibt nur der prägende Lozziwurm, die farbigen Plastikrohre von Künstler Yvan Pestalozzi, bestehen. Die Lozziwiese soll nach der Umgestaltung für alle Altersschichten attraktiv werden und nicht mehr primär auf kleine Kinder ausgerichtet sein, sagte Saxer im Januar an einem Infoanlass. Deshalb werde die Wiese künftig auch Quartierpark genannt. Die Aufwertung der Wiese wird kompensieren, dass mit dem Neubau ein Sechstel der Wiesenfläche ver- loren geht.

Die zehn Parkplätze in der blauen Zone an der Gjuchstrasse werden für die Bauarbeiten aufgehoben und dereinst durch vier neue ersetzt. Diese gehören dann zum Kindergarten und dürfen nicht mehr von Parkbesuchern benutzt werden.

Im vergangenen Februar hatte das Dietiker Volk den Kredit von 3,219 Millionen Franken für den Neubau des zweigeschossigen Gjuch-­Chindsgi und die Aufwertung des Quartierparks auf der Lozziwiese bewilligt. Der behindertengerechte Doppelkindergarten ist ein zweigeschossiger Holzbau mit je einem Kindergarten pro Geschoss. Er umfasst zwei 77 Quadratmeter grosse Haupträume, zwei 26 Quadratmeter grosse Gruppenräume, Garderoben, Toiletten und Haustechnik.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1