Aesch
Mehr Schüler: Der Erweiterungsbau wird weiter aufgestockt

Die Primarschule Aesch kann auf das Jahr 2022 zwei benötigte Schulzimmer und einen Gruppenraum erstellen. Die Stimmberechtigten haben am Sonntag den beantragten Kredit von 1,15 Millionen Franken klar bewilligt.

Oliver Graf
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Im Frühling 2022 sollen auf dem Flachdach der Schulanlage Nassenmatt zwei zusätzliche Klassenzimmer bezugsbereit sein.

Im Frühling 2022 sollen auf dem Flachdach der Schulanlage Nassenmatt zwei zusätzliche Klassenzimmer bezugsbereit sein.

Chris Iseli

In der Gemeinde Aesch wird gebaut, und das spürt auch die Primarschulgemeinde: «Die Schüler- und Klassenzahlen wachsen mittel- bis langfristig grundsätzlich nach wie vor», heisst es in der Schulraumplanung.

Auf das Schuljahr 2022/23 können nun die von der Primarschulpflege beantragten zwei zusätzlichen Klassenzimmer und ein Gruppenraum erstellt werden. Die Aescherinnen und Aescher haben am Sonntag einen Baukredit von 1,15 Millionen Franken mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 79 Prozent klar genehmigt. 447 Stimmberechtigte hatten ein Ja in die Urne gelegt, 120 ein Nein. Die Stimmbeteiligung lag bei 53,79 Prozent. Primarschulpräsidentin Petra Mörgeli zeigte sich über die Zustimmung erfreut. Der benötigte Schulraum könne nun wie erhofft rechtzeitig bereitgestellt werden.

Die Aescher Primarschulanlage Nassenmatt ist erst im Frühsommer 2015 erweitert worden. Dabei wurde die Möglichkeit einer späteren Aufstockung vorgesehen. Denn bereits damals hatten sich weiter steigende Schülerzahlen abgezeichnet. Der genaue Zeitraum liess sich aber nicht abschätzen.

Vorgesehen ist nun, dass auf dem Flachdach des Erweiterungsbaus die zusätzlich benötigten beiden Klassenzimmer und ein dazwischen liegender Grossgruppenraum erstellt werden. Der Baubeginn ist nach der Kreditbewilligung für Juli 2021 vorgesehen. Der Bezug der neuen Räumlichkeiten kann im März 2022 beginnen. Die Aufstockung wird grundsätzlich während des Schulbetriebs realisiert. Die lärmintensivsten Arbeiten werden dabei auf die Ferienzeit gelegt.

Die Aufstockung ist teuer, Alternativen gibt es keine

Alternativen zur Aufstockung des relativ neuen Gebäudes sah die Primarschulpflege keine: «Ein solch geringfügiges Neubauvolumen isoliert an einem neuen Standort zu erstellen, ist nicht sinnvoll», hielt sie in ihrer Weisung fest. Die betrieblichen Abläufe würden komplizierter. Zudem würden die Baukosten höher ausfallen, da Synergien – etwa im Hinblick auf Heizung und Nebenräume – nicht genutzt werden könnten. «Ausserdem soll kein zusätzliches Bauland überbaut werden.»

Die Rechnungsprüfungskommission teilte diese Einschätzung. Es gebe keine besseren Alternativen zum geplanten Projekt, schrieb sie in ihrem Abschied. Die veranschlagten Kosten für die Aufstockung stufte die Rechnungsprüfungskommission aber als «sehr hoch» ein. Zudem verwies sie – wie bereits bei früheren Gelegenheiten – auf das grundsätzlich bestehende strukturelle Defizit der Gemeinde Aesch, welches mittelfristig wohl zu einer Steuerfusshöhung führen werde.

Für das vorliegende Projekt sprach sich die Rechnungsprüfungskommission aber dennoch aus: Der Bedarf für zusätzliche Klassenzimmer ab dem Jahr 2022 sei klar ausgewiesen. Dies sahen am Sonntag auch die Stimmberechtigten so.