Letztes Jahr beschloss die Zürcher Bildungsdirektion, die Ausgaben für die Berufsvorbereitungsjahre um zehn Prozent zu senken. Das Mittel dazu waren schärfere Zulassungsbedingungen. Nun zeigt sich, dass diese mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 in Kraft getretene Sparmassnahme zumindest im rechten Limmattal keine sichtbare Wirkung zeitigte – im Gegenteil: Die Anzahl Schüler in Berufsvorbereitungjahren ist bei der Oberstufenschulgemeinde Weiningen von 22 auf 29 gestiegen . «Das ist eine enorme Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren», schreibt nun die Schulpflege in der Weisung zur Versammlung der Weininger Kreisgemeinde von heute Abend. Der Anstieg hatte 2016 zu Mehrkosten von über 50 000 Franken geführt.

In den anderen Bereichen bewegten sich die Schülerzahlen der Oberstufenschulgemeinde Weiningen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. So wurden Mitte September zum Beispiel 335 Schüler in der Oberstufe gezählt (im Vorjahr waren es 332). Dazu kamen 62 Gymnasiasten und 21 Kinder in Sonderschulen und Heimen.

Letzte Rechnung mit 15 Prozent

Insgesamt verzeichnete die Oberstufenschulgemeinde einen Aufwand von über 9,1 Millionen Franken und einen Ertrag von knapp 8,4 Millionen Franken. So ergab sich ein Minus von 760 000 Franken. Erwartet wurde ein Minus von bloss 610 000 Franken.

Das Eigenkapital ist im letzten Jahr auf nun rund 3,2 Millionen Franken gesunken. Speziell bei dieser Rechnung: Es ist die letzte mit einem Steuerfuss von 15 Prozent. Denn per 2017 wurde der Steuerfuss der Oberstufenschulgemeinde auf 16 Prozent erhöht.

Bauschäden bei der Spielwiese

Bei der Investitionsrechnung sticht heraus, dass sich die Sanierung und Neugestaltung der Spielwiese beim Weininger Oberstufenschulhaus etwas in die Länge zieht. Denn im November 2015 wurde ein Kredit von 130 000 Franken bewilligt, dieser wurde 2016 um rund 10 000 Franken überschritten. Der Abschluss der Sanierung verzögert sich aber. Grund dafür sind offenbar Bauschäden.

Neben der Jahresrechnung stimmt die Kreisgemeinde heute auch über den Zusammenarbeitsvertrag in Sachen Schulpsychologie ab, mit dem das rechte Limmattal neue kantonale Vorgaben umsetzen will. Der neue gemeinsame Schulpsychologische Dienst aller fünf rechtsufrigen Limmattalgemeinden würde die Oberstufenschulgemeinde etwa 63 000 Franken jährlich kosten und damit wie bei allen Beteiligten rund 12 Prozent mehr als bisher.
Neben der Rechnung der Oberstufenschule steht auch jene des Friedhofverbands an. Insgesamt fanden 2016 auf dem Weininger Friedhof 78 Bestattungen statt. Das sind 18 mehr als im Vorjahr. 28 betrafen die Gemeinde Weiningen, 27 die Gemeinde Geroldswil, 26 die Gemeinde Unterengstringen und 15 die Gemeinde Oetwil. Die Rechnung resultierte in einem Minus von gut 380 000 Franken.

Zum Schluss der Kreisgemeindeversammlung kommt dann die reformierte Kirche Weiningen an die Reihe. Hier stehen die Bauabrechnung zur neuen Weininger Orgel sowie ebenfalls die Jahresrechnung an. Bei der Kirche resultierte ein Plus von 1,45 Millionen Franken, womit das Eigenkapital auf 5,33 Millionen Franken gestiegen ist.