Oetwil/Geroldswil/Weiningen
Mehr Mitsprache, höhere Beteiligung

Einigung erzielt – die Primarschule Oetwil-Geroldswil und die politische Gemeinde Weiningen haben ihre Zusammenarbeit in der Schuleinheit Fahrweid für die kommenden Jahre neu ausgehandelt und in einem Schülerzuteilungsvertrag geregelt.

Sandro Zimmerli
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Limmattaler Zeitung

Einigung erzielt – die Primarschule Oetwil-Geroldswil und die politische Gemeinde Weiningen haben ihre Zusammenarbeit in der Schuleinheit Fahrweid für die kommenden Jahre neu ausgehandelt und in einem Schülerzuteilungsvertrag geregelt. Bevor der Vertrag allerdings in Kraft tritt, muss er von den Stimmberechtigten noch abgesegnet werden. In Weiningen ist das Geschäft an der Gemeindeversammlung vom 9. Juni traktandiert. Die Primarschule Oetwil-Geroldswil wird zwei Tage vorher über das Vertragswerk befinden.

Letzte Änderung vor 15 Jahren

Der Schülerzuteilungsvertrag, der schon seit vielen Jahren existiert und letztmals 1996 ratifiziert wurde, ist den geografischen Gegebenheiten im Quartier Fahrweid geschuldet. So befindet sich das Schulhaus Fahrweid auf Geroldswiler Gemeindegebiet und gehört folglich zur Primarschule Oetwil-Geroldswil. Der weitaus grösste Teil der Schüler, rund 80 Prozent, wohnt hingegen auf Weininger Boden. Deshalb muss die Zusammenarbeit zwischen den beiden Gemeinden vertraglich geregelt werden.

Mit der jüngsten Überarbeitung des Kontraktes reagieren die beiden Partner auf das veränderte Umfeld der Schule, wie Peter Lehmann, Präsident der Primarschule Oetwil-Geroldswil, erklärt. «Die Umsetzung des neuen Volksschulgesetzes hat Anpassungen notwendig gemacht, in erster Linie in der Verrechnung von Leistungen.

Neuer Vertragspartner

«Diese neuen Voraussetzungen haben wir genutzt, um den Vertrag grundsätzlich zu optimieren», so Lehmann. «Bei der letzten Überarbeitung vor 15 Jahren war unser Vertragspartner noch die Primarschule Weiningen. Da diese in der Zwischenzeit in der Einheitsgemeinde aufgegangen ist, haben wir mit dem Gemeinderat einen neuen Partner», hält er fest.

Gegenüber dem gültigen Kontrakt, so Lehmann, habe man insbesondere auch im Bereich der Mitsprache sowie der finanziellen Beteiligung der Gemeinde Weiningen Anpassungen vorgenommen. «Die Gemeinde Weiningen wird künftig unter anderem bei der Planung grösserer Investitionen einbezogen. Da so viele Schüler aus Weiningen bei uns zur Schule gehen und die Gemeinde Weiningen einen entsprechend grossen Teil der Gesamtkosten übernimmt, ist das gerechtfertigt», so Lehmann. Ein Veto- oder Stimmrecht werde Weiningen jedoch nicht haben. Die Führung der Schuleinheit, also beispielsweise die Sicherung der Schulqualität und die personelle Verantwortung, würde weiterhin
der Primarschulgemeinde OetwilGeroldswil obliegen.

Die Schulgemeindeversammlung der Primarschule Oetwil-Geroldswil findet am 7. Juni in der Fahrweid statt. Die Weininger Gemeindeversammlung ist auf den 9. Juni ebenfalls in der Fahrweid terminiert.