Weiningen
Matterhorn kein Begriff: Einbürgerung wird Ehepaar verwehrt

Die Gemeinde Weiningen verwehrte einem Ehepaar die Einbürgerung weil sie zu wenig mit den schweizerischen Landesgewohnheiten, Sitten und Gebräuchen vertraut sei. Das Paar zog vor Gericht und wurde dort erneut abgewiesen.

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Ein Einbürgerungswilliger im Staatskunde-Kurs (Archiv)

Ein Einbürgerungswilliger im Staatskunde-Kurs (Archiv)

Keystone

In der Gemeinde Weiningen wurde ein Ehepaar nicht eingebürgert weil es einfache geografische und staatsbürgerliche Fragen nicht oder nur in ungenügender Form beantworten konnten. Dies ergab sich aus einem Einbürgerungsgespräch im Oktober 2012, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

Das Ehepaar zog den Entscheid bis vor das Verwaltungsgericht. Sie hätten angenommen, dass sie zu einem persönlichen Gespräch eingeladen worden wären und nicht zu einer Prüfung und seien deshalb nicht vorbereitet gewesen.

Gefragt wurde unter anderem, welcher Berg auf der Toblerone abgebildet sei, an welchem See die Stadt Luzern liege, an welche Kantone an den Kanton Zürich grenzen oder wer die Schweiz regiert.

Die Bürgerkommission beantragte nach diesem Gespräch beim Gemeinderat von Weiningen die Ablehnung des Einbürgerungsgesuches. Zu Recht, wie das Verwaltungsgericht jetzt entschied. Die Fragen hätte jemand, der seit mindestens zwölf Jahren in der Schweiz lebt und sich an den Verhältnissen interessiert ist, durchaus beantworten können.

(pas)