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Maskenempfehlung im öV: Weshalb unserem Kolumnist eine künftige Verhüllungspflicht schwant

Der Schlieremer Martin von Aesch spekuliert im dreizehnten Teil seiner Coronakolumne über Verhüllungsverbot und Verhüllungspflicht. (Symbolbild)

Der Schlieremer Martin von Aesch spekuliert im dreizehnten Teil seiner Coronakolumne über Verhüllungsverbot und Verhüllungspflicht. (Symbolbild)

Im dreizehnten Teil seiner Coronakolumne, befasst sich unser Schlieremer Kolumnist mit der Verhüllungspflicht im Zusammenhang mit Schutzmasken.

Die Bilder waren bis vor kurzem in allen Medien präsent: Vermummte, die sich auf den Rängen der grösseren Stadien zusammenfanden, um den Anlass so richtig aufzumischen, was auch schon zu Spielabbrüchen geführt hat. Ob durch ins Gesicht gezogene Kappen oder durch vorgehängte Tücher, das Ziel war klar: Man wollte einer möglichen Strafverfolgung entgehen. In etlichen Kantonen wurde deshalb ein Vermummungsverbot ausgesprochen, das allerdings eher schlecht als recht eingehalten wird.

In Bern liegt nun eine Initiative vor, die wesentlich weitergeht als die bisherigen Verbote, weil man es nicht mehr primär auf Hooligans abgesehen hat, sondern auf Burkaträgerinnen. Wann wir darüber abstimmen werden, ist noch nicht klar. Dass die Diskussionen vor dem Gang an die Urne aber relativ gehässig geführt ­werden wird, scheint gegeben zu sein. Denn immerhin geht es um die Zukunft des Abendlandes. Behaupten wenigstens die einen.

Nun hat der Bundesrat aber die Empfehlung abgegeben, sich im öffentlichen Verkehr mittels Gesichtsmaske zu schützen, sich also zu ver­mummen. Vorreiterin dieser Entwicklung ist niemand geringerer als Frau Martullo-Blocher, die in der letzten Session medienwirksam eine Maske zur Schau getragen hatte. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass die Initiative «Ja zum Verhüllungsverbot» noch zur Abstimmung kommt. Denn sie wäre chancenlos. Wir werden wohl eher über eine Verhüllungspflicht nachdenken müssen. Auch im Sinne des Sports, der nur dank Gesichtsmasken wieder vor Publikum statt­finden dürfte.

Dann habe ich gehört, dass in etlichen islamischen Ländern Studien in Auftrag gegeben worden sind, mittels denen man belegen will, dass die Burka der beste Schutz gegen das Coronavirus ist. Falls das gelingen sollte, wären wir ganz nah an einer Burkapflicht. Auch für Männer.

Eine kleine Aufgabe zum Schluss: Wählen Sie irgend jemanden der Classe politique – ich zum Beispiel entscheide mich für die oben erwähnte Dame – und stellen Sie sich diese Person in einer Burka vor.

Toll, oder?

Martin von Aesch

Der Schlieremer Martin von Aesch gehört als AHV-Positiver zur Corona-Risikogruppe. Hier überlegt er sich, wie er trotz der Krise den Humor nicht verliert.

Der Schlieremer Martin von Aesch gehört als AHV-Positiver zur Corona-Risikogruppe. Hier überlegt er sich, wie er trotz der Krise den Humor nicht verliert.

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