Geroldswil

Marschmusik erfüllt das Gotteshaus St. Johannes

Die Kreismusik Limmattal spielte in der katholischen Kirche St. Johannes. Gleich zum Auftakt erobert mit dem Ravanello festliche Marschmusik die Herzen der Zuhörer in der gut besuchten Kirche.

Das Publikum klatscht bereits beim Einmarsch der Musikanten ins Kirchenschiff - ein Ausdruck der Vorfreude auf das Konzert der Kreismusik Limmattal in der katholischen Kirche. Und diese wird nicht enttäuscht: Gleich zum Auftakt erobert mit dem Ravanello festliche Marschmusik die Herzen der Zuhörer in der gut besuchten Kirche.

Die Besucher applaudieren, die Musikanten erheben sich. Edi Lienberger, Präsident der Kreismusik Limmattal, tritt aus der Gruppe der Musiker hervor und zitiert zur Begrüssung den Ehrenpräsidenten Leo Niggli, der auch im Publikum sitzt: «Ein richtiges Konzert fängt mit einem Marsch an und hört mit einem Marsch auf.» So werde es auch heute sein, verspricht Lienberger und übergibt das Wort an Karin Engeli, Präsidentin der Jugendmusik rechtes Limmattal, die charmant durch das abwechslungsreiche Programm führt.

Dirigieren mit vollem Körpereinsatz

Mit dem Hoffnungs- und Trostlied «Amazing Grace» werden besinnliche Töne angestimmt. Auf «The Second Waltz» von Dmitri Schostakowitsch folgt der Marsch «Diavolezza»; jetzt wird es nostalgisch. Dabei gibt Dirigent Daniel Vauthey vollen Körpereinsatz, springt manchmal fast auf von seinem Dirigentensockel.

Auch beim schwierigen Marschlied «El Camino» funktioniert das Zusammenspiel von Posaune, Saxofon, Trompete, Flügelhorn oder Klarinette bestens. Beim romantischen Lied «Love Can Build a Bridge» schlagen Schlagzeug, Tuba und Bass ruhigere Töne an, Querflötenmusik umspielt die Ohren der Zuschauer.

Ein Genrewechsel findet mit dem Hit «Rock Around the Clock» aus dem Jahr 1954 statt. Die älteren Generationen im Publikum schwelgen dabei wohl in Erinnerungen an Abende, in denen sie mit gelfrisierten oder hochtoupierten Haaren zu Rock 'n' Roll tanzten. Wer sich bereits auf dem Kontinent vergnügt hat, hatte damals wahrscheinlich keine Zeit, den Atlantik zu überqueren. So jedenfalls dürfte es Udo Jürgens ergangen sein: Mit seinem «Ich war noch niemals in New York» endet das Konzertprogramm.

«Das Konzert ist sympathisch, klein, aber fein», meint Konzertbesucher Thomas Schädler. Dem 89-jährigen Walter Joss hat das Konzert ebenfalls sehr gut gefallen. Noch bis vor kurzem hat Joss selber bei der Kreismusik Limmattal mitgemacht. Auch Brigitte Geier von der Kirchenpflege findet das Konzert «wunderschön».

Lob von Gemeindepräsidenten

Schon mehrmals als Zuhörer dabei war André Bender, Gemeindepräsident von Oberengstringen. «Als Gemeinde unterstützen wir solches Engagement. Es ist schön, dass auch junge Menschen mitmachen», sagt Bender. Dieser Meinung ist auch Paul Studer, Gemeindepräsident von Oetwil. «Das Zusammenspiel der Generationen in der Kreismusik Limmattal ist etwas Wunderbares», lobt Studer.

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