Die Bekanntgabe des Schirmherrn für die Urdorfer Fasnacht ist jedes Mal ein riesiges Spektakel. Auf den in Urdorf aufgewachsenen Markus Moosmann hingegen hatte niemand getippt. Er ist ein Macher, der nie Nein sagen kann.

Drei ohrenbetäubende Kanonenschüsse der Knabengesellschaft eröffneten auf dem Muulaffeplatz die Zeremonie für die Bekanntgabe des neuen Schirmherrn der diesjährigen Fasnacht. Getreu dem Motto «Hollywood» wurde Markus Moosmann stilgerecht in Begleitung der Majoretten Linda, Nadja und Rebecca in einer weissen Stretchlimousine vorgefahren.

«Beim Geheimtreffen in der Cliquentube war Markus Moosmann eigentlich nicht auf unserer Liste. Denn vor sechs Jahren, bei unserer ersten Anfrage, lehnte er noch ab», verrät Zeremonienmeister Peter Leuzinger. Doch erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Bei der diesjährigen Limmattaler Wiesn-Gaudi in Schlieren trafen sich Leuzinger und Moosmann wieder und diesmal sagte Markus Moosmann, ohne zu zögern – ja, ich will.

«Ich bin stolz, dass ich für dieses hohe Amt angefragt wurde. Aber ich will dafür genügend Zeit haben und deswegen konnte ich erst jetzt zusagen», erklärte Moosmann. Markus Moosmann ist in Urdorf aufgewachsen und wohnt beinahe während 25 Jahren in der Gemeinde mit dem Stier im Wappen.

Zweithöchster Urdorfer

Für genau ein Jahr bekleidet nun Markus Moosmann das Amt des Schirmherrn und ist gemäss fasnächtlichem Brauch nach Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner, der zweithöchste Urdorfer. «Es sind viele Verpflichtungen, die mich erwarten, um die Clique Schäflibach zu repräsentieren», freut sich Schirmherr Moosmann, der aus den Händen des abtretenden Schirmherrn Adrian Stutz das Zepter mit dem losen Apfel in Empfang nahm.

Für Adrian Stutz geht ein bewegtes Jahr zu Ende, wie er kurz nach der Stabsübergabe bestätigte: «Es war ein schönes Jahr mit vielen wertvollen Erfahrungen. Vor allem das Narrenbaumstellen in RheinBischofsheim bleibt für mich unvergesslich. Ebenso die vielen Umzüge bei Temperaturen zwischen plus 15 Grad und minus 15 Grad», schmunzelte Stutz.

Schnee und Kälte getrotzt

Gegen 500 Personen liessen sich den grossen Moment bei Schnee und klirrender Kälte nicht entgehen und wohnten der Vorstellung des neuen Schirmherrn bei. Begleitet wurde die Zeremonie durch die drei Guggen Stiereschränzer aus Urdorf, den Los Guggos aus Oberglatt und den Flüügetätscher aus Birmensdorf, die dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern. «Einem richtigen Fasnächtler kann Schnee und Kälte nichts anhaben», schmunzelte Ex-Schirmherr Marcel Peter und nahm einen weiteren grossen Schluck eines heissen, grünen Hexengebräus.

«Es ist ein grosser Genuss so im Mittelpunkt zu stehen», freut sich Schirmherr Moosmann der nach dem «Amtseid» eifrig rote Rosen verteilte und von allen Frauen innigst geküsst und geherzt wurde. Das Motto «Hollywood» verspricht an der diesjährigen Urdorfer Fasnacht Glamour und Glitzer und viele spezielle Momente. «Ich werde viel Neues erleben, und stets von lustigen Menschen umgeben sein», freut sich der frisch gekürte Fasnachtsvorsteher.