Dietikon

Markierungen weisen den Weg: Einwohner können sich an den Schaltern wieder bedienen lassen

Die Schalter-Dienstleistungen stehen im Dietiker Stadthaus ab Montag wieder zur Verfügung. Ein Konzept verhindert eine Ansammlung im Foyer.

Auf dem Boden des Dietiker Stadthauses weisen Kleber und Markierungen den Weg. Das gesamte Foyer ist mit Informationen versehen, die aufzeigen, wie die Besucherströme verlaufen müssen, damit der Abstand von zwei Metern eingehalten werden kann. Denn das Stadthaus steht – wie viele weitere Gemeindeverwaltungen auch – den Bürgerinnen und Bürgern ab Montag wieder offen. Damit die Richtlinien des Bundes eingehalten und gleichzeitig sämtliche Dienstleistungen an den Schaltern zu den üblichen Öffnungszeiten angeboten werden können, musste ein Schutzkonzept erarbeitet werden. Für die Stadtverwaltung übernahm dies die Gemeindeführungsorganisation. Die behördliche Instanz berät den Stadtrat in Notlagen und unterbreitete Massnahmen für das Vorgehen.


Das Konzept sieht vor, dass sich maximal dreissig Personen im Foyer aufhalten. Im Eingangsbereich, wo auch ein Desinfektionsmittel bereit, steht, werden die Ein- und Austritte gezählt. Der Haupteingang ist der einzige Zugang ins Gebäude. «Für die Umsetzung der Vorgaben des Bundes war die Einhaltung der Abstandsregel eine Herausforderung», hält Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP) fest. Die Schalter seien bereits vor der Coronakrise mit Glasvorrichtungen ausgestattet gewesen, sodass die Mitarbeiter geschützt seien.

Der direkte Kontakt am Schalter bleibt wichtig

«Wir müssen verhindern, dass sich die Besucherinnen und Besucher versammeln, falls es zu Wartezeiten kommt», sagt Michael Weber, Leitung der Dietiker Sicherheits- und Gesundheitsabteilung. «Deshalb ist es notwendig, dass die Ströme geleitet werden und die Wege auf Anhieb ersichtlich sind.»
Eine Schwierigkeit war dabei, dass gar keine Informationen vorlagen, wie viele Passanten pro Tag im Durchschnitt im Stadthaus ein- und ausgingen, ergänzt Illi. Auch die Zahl der Personen, die am Montag und in den kommenden Tagen und Wochen das Stadthaus aufsuchen, könne nur schwer abgeschätzt werden. «Falls es zu Engpässen kommt, muss man Geduld bewahren.» Insgesamt seien im vergangenen Jahr 21229 Kundinnen und Kunden bei der Einwohnerkontrolle am Schalter bedient worden, führt Weber aus. «Auch bei Todesfällen und für Anliegen beim Zivilstandesamt muss man vorbeikommen», sagt Illi. Zudem sei es so, dass viele Einwohner trotz Digitalisierung den direkten Kontakt am Schalter schätzen.
Für die Schalter und Büros im oberen Geschoss gibt es ebenfalls Regeln: Die Aufzüge können höchstens von zwei Personen besetzt werden. Das Treppenhaus ist nach dem Prinzip «rechts rauf und links runter» begehbar. «Wir sind froh, um die Lockerungen, die auch ein Stück Normalität in den Arbeitsalltag bringen», sagt Illi. Eine Krise sei mit Umtrieben verbunden. Es funktioniere gut, aber die Abläufe seien erschwert und diverse Projekte würden derzeit liegen bleiben.

Die Verwaltung der Stadt Dietikon ist nicht die einzige, die ihre Türen wieder öffnet. Einen Austausch über die Schutzkonzepte habe es nicht gegeben, sagt Illi. In Geroldswil beispielsweise gehen die Schalter-Dienstleistungen zu den üblichen Öffnungszeiten auf. Allerdings gibt es in den Abteilungen Soziales und Gesundheit sowie Bau und Infrastruktur nur Termine auf Anmeldung. Im Schalterbereich sind maximal fünf Personen zugelassen.

Autor

Cynthia Mira

Cynthia Mira

Meistgesehen

Artboard 1