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Marco Kälin erfand die digitale Visitenkarte und hat ein grosses Herz für Tiere

Marco Kälin

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Marco Kälin Präsident vom Gewerbeverein Geroldswil-Oetwil, hatte schon immer ein Herz für Tiere und kam durch seinen Hund, der ihn 14 Jahre durch sein Leben begleitete, mit Tierheimen in Kontakt. Zudem hat Kälin die digitale Visitenkarte erfunden

Marco Kälin bezeichnet sich selbst als innovativen, positiv denkenden und vielseitig interessierten Menschen. «Mein Herz gehört den Tieren und den Menschen, die sich für heimatlose Tiere und deren Schicksal selbstlos einsetzen. Mein Ziel ist nicht Reichtum, sondern Nachhaltigkeit. Wenn ich mal gehe, möchte ich etwas zurücklassen, das an mein Denken und Handeln erinnert und eventuell auch weitergeführt wird», sagt der 1959 im Schwarzwald Geborene. Vor 17 Jahren gründete er die heutige Ver- einigung Schweizer Tierheim Unterstützung (bekannt als VSTU/ASRAS-Dietikon).

Kälin hatte schon immer ein Herz für Tiere und kam durch seinen Hund, der ihn 14 Jahre durch sein Leben begleitete, mit Tierheimen in Kontakt. Er sah, welche Kämpfe sie Tag für Tag durchstehen mussten und dass sie oft am Rande der Existenz standen, weil sie bis heute keine staatliche Unterstützung bekommen. Da ihn immer mehr Tierheime um Unterstützung baten, gründete Kälin, zusammen mit seiner zweiten Firma, einen Tierheim- Unterstützungs-Verein.

Für Tierheime engagieren sich viele Freiwillige

Es gibt unzählige Motive für eine Tierabgabe oder das Aussetzen eines Tieres. Jährlich werden in Schweizer Tierheimen rund 25'000 Tiere abgeliefert, die versorgt werden müssen. Um die Tierheime bestmöglich zu unterstützen, arbeiten alle Mitglieder von VSTU/ASRAS-Dietikon ehrenamtlich und ohne fremde Hilfe. Um an Unterstützung zu kommen, versenden die freiwilligen Helfer Spenden- aufrufe mit selbst gemachten Kalendern und Karten.

«Wir sammeln finanzielle und materielle Zuwendungen. Das Geld brauchen wir, um Grossmengen an Futter aller Art einzukaufen. Aufgrund des Entgegenkommens der Firmen Fressnapf, Landi und Ospelt können wir günstiger einkaufen und erhalten so mehr Waren für weniger Geld. Die erhaltenen Spenden werden schweizweit an Tierheime sowie an Personen weitergegeben, die heimatlose Tiere betreuen», so Kälin. Oftmals springt er auch mit seiner Firma Notnagel GmbH ein, um finanzielle Löcher zu stopfen.

Der Verein habe auch schon vor dem Aus gestanden, aber irgendwie sei es immer weiter gegangen, freut sich der engagierte Mann.

Kälin erfand die digitale Visitenkarte

Im Frühling 1991 gründete Kälin seine erste eigene Firma im EDV-Support-Bereich. Fünf Jahre später hatte er die Idee, eine digitalen Visitenkarte zu erstellen. «Ich habe die CD-Rom-Visitenkarte erfunden. Von der Idee bis zum weltweiten Patent 1998 war es allerdings ein steiniger Weg. Nachdem Print-Medien und Fernsehen darüber berichtet hatten, kam die Sache dann so richtig in Schwung. In der Folge entwickelte sich meine damals kleine Firma zu einem weltweit tätigen Unternehmen, das Millionen von Visitenkärtchen verkaufte», erinnert sich der 60-Jährige. 2009 gründete er seine dritte Firma, die Notnagel GmbH. Diese verarbeitet digitale Drucksachen.

Das im Dietiker Industriegebiet beheimatete Unternehmen bietet den kompletten Service rund um das Direct-Marketing an. Das beinhaltet alles von Konzeption, Datenaufbereitung, Druck und Weiterverarbeitung bis hin zur Postauslieferung.

Vor 14 Jahren trat Kälin mit seiner Firma dem Gewerbeverein Geroldswil-Oetwil (GVGO) bei. Dies tat er, da er der Auffassung war, dass man nur gemeinsam stark sein kann. Eigentlich habe er nie das Präsidium dieses Vereins übernehmen wollen. Doch weil sich kein anderer habe finden lassen, habe er seine Meinung geändert und sich an der Generalversammlung vom März 2018 zum Präsidenten wählen lassen (die Limmattaler Zeitung berichtete).

Kälin wäre aber nicht Kälin, wenn er noch kein neues Projekt für gemeinsame Ziele von GVGO und einheimischer Bevölkerung vor dem geistigen Auge hätte. Dieses soll demnächst genaue Formen annehmen.

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