Oetwil an der Limmat
«Manege frei!» für die Kids: In vier Tagen einen Zirkus auf die Beine gestellt

Die Kinder vom Elternclub Mikado haben in einem Ferienprogramm eine Zirkusshow einstudiert. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen.

Kathrin Fink
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Hoffnungsvoll warten die Kleinsten auf den Beginn der Show
13 Bilder
Schnur-Zauberei
Rein mit den Stäben
Präsentation ist alles
Im Rad durch die Show
Der Hauptstab kommt zum Einsatz
Gefährliche Akrobatik auf der Bühne
Die Assistentin hält die Schnüre parat
Der Trick mit den Bechern
Kinderzirkus in Oetwil an der Limmat
Als Fakir auf Scherben drehen
Abwarten und losturnen
Das Schicksal erwartet dich in der Kiste

Hoffnungsvoll warten die Kleinsten auf den Beginn der Show

Kathrin Fink

«De Alexander hät mis Billet wägzauberet!», «Neiii, ehh nöd», «Er häts sicher no irgendwo». Zirkusdirektor Alexander Ott steht am Eingang der Gemeindescheune in Oetwil. Er nimmt die Billette entgegen, und wenn die Kinder besonders aufmüpfig werden, zaubert er kurzerhand eines der Tickets weg.

Rein gelassen in den Circus Balloni werden sie vom ausgebildeten Clown trotzdem, schliesslich liegt eine orange Matte direkt vor der Bühne, die extra für die Kleinsten im Publikum gedacht ist. Organisiert vom Elternclub Mikado findet jedes Jahr in den Frühlingsferien eine Art «Zirkus-Camp» statt. «Für die Kinder, die nicht in die Ferien gehen und Freude am Zirkus haben», sagt Organisatorin und Club-Mitglied Teresa Di Giovanni. Es ist nicht ein Camp im eigentlichen Sinne, die Kinder gehen jeden Abend nach Hause. Doch von Montag bis Donnerstag, von 10 bis 16 Uhr, verbringen sie ihre Zeit mit Clown Alexander Ott und bereiten die Show vom Donnerstagabend vor.

Nervös, aber freudig aufgeregt

Fast pünktlich um 19 Uhr gehen die Lichter in der Gemeindescheune aus. Das Gerangel und Gekreische hört auf, als Alexander Ott die Bühne betritt. Die Kinder seien nervös, aber freudig aufgeregt auf die folgende Show – er gibt die Manege frei für die kleinen Artisten. Als Erstes betritt eine Truppe von Akrobaten die Bühne.

Sie springen übereinander drüber, schlagen Räder und purzeln in gefährlichen Formationen über die Matten. Dann kommen die Zauberer dran, ganz in schwarz gekleidet, mit Schnüren und Bechern. Aus den Schnüren zaubern sie in Sekunden kurze und lange Schnüre, dann wieder kurze und schliesslich dreigeteilte. Danach helfen sie einem mutigen kleinen Herrn mit rosa glänzendem Umhang in eine Kiste hinein. Die Kiste wird von allen Seiten präsentiert, dann beginnen die Jungen und Mädchen, Stäbe durch die Box zu schieben. Mit viel Theatralik kommt am Schluss der Nummer der dicke Hauptstab zum Einsatz. Kerzengerade, von oben nach unten, stossen die Kinder das Eisen mitten durch die Kiste. Stille. Nach einer kurzen Schreckensminute öffnet sich der Deckel und der rosa-behangene Junge steigt unverletzt aus der Kiste heraus. Tadaaa.

Weitere Nummern beinhalten Fakir-Einlagen, menschliche Pyramiden und eine Lichtshow ganz im Dunkeln (siehe Video). Die Kinder leisten einen super Einsatz, es ist kaum zu glauben, dass sie nur vier Tage trainiert haben. Nach vierzig Minuten ist die Show vorbei, alle Artisten verabschieden sich winkend vom Publikum und fallen kurze Zeit später ihren Apéro trinkenden Eltern in die Arme.