Oberengstringen

«Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist»: Martin von Aesch verabschiedet sich vom Jazzclub Allmend

Mit viel Humor, Jazz und Sinn für das Gemeinschaftliche hat sich Martin von Aesch vom Jazzclub Allmend verabschiedet.

«Man sieht sich immer zwei Mal im Leben, aber bestimmt kein drittes Mal», scherzte Martin von Aesch auf der Bühne, als er über seine Jugendstreiche berichtete und damit die Brücke zum eigentlichen Grund für den Anlass schlug, der vom Jazzclub Allmend am Freitag- und Samstagabend in Oberengstringen stattfand: Nun hiess es definitiv Abschied nehmen vom langjährigen Präsidenten des Vereins und dem gesamten Catering Team rund um Miggy Buchs. Sie alle haben in den letzten knapp dreissig Jahren den Jazzclub zu einem besonderen Ort im Dorf gemacht. Zahlreich sind die Besucherinnen und Besucher erschienen, um von Aesch und seine Equipe gebührend zu verabschieden.

Impressionen von der Jazznight in Oberengstringen

Impressionen von der Jazznight in Oberengstringen

Ein Wechselbad der Gefühle

Für das abendfüllende Programm holte von Aesch fünf begnadete Musiker auf die Bühne, die seine humorvollen Lieder mit langsamem Jazz ergänzten. Am Saxofon war Reto Suhner, an den Posaunen waren Bernhard Bamert und Andreas Tschopp zu hören. Am Piano begleitete Fabian Müller und als fester Bestandteil war auch Dani Solimine an der Gitarre mit dabei. Für das Bühnenprogramm erhielt von Aesch positive Rückmeldungen: «Es ist ein vielseitiger und origineller Abend – eine sehr gute Mischung», lobte Usha Meyer, Mitglied der Kulturkommission Oberengstringen.

Trotz Wehmut überwog die Dankbarkeit an beiden Abenden. «Wir konnten einen Ort im Dorf bieten, wo man zu Fuss hingehen konnte. Mit meinem Team habe ich bei mir zu Hause gekocht – die Freude für das Gemeinschaftliche habe ich immer ganz fest gespürt», sagte Buchs. Sie sei mit Leib und Seele Köchin für den Jazzclub gewesen, sodass sie sich mit Tränen und Freude verabschiede. «Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist und allein die Begegnungen haben mich für alles entschädigt», sagte von Aesch.

Impressionen von der Jazznight in Oberengstringen - Teil 2

Impressionen von der Jazznight in Oberengstringen - Teil 2

Passend zum Refrain «Ich bin einfach ich, weil es für mich stimmt» – aus einem seiner neuen Lieder – klangen die Zukunftswünsche des Publikums: «Ich kenne Martin von Aesch schon seit Jahren und hoffe, dass er sich weiterhin so treu bleibt – ich bin mir sicher, dass er immer etwas Neues angehen wird, er ist originell und kein 0815-Kabarettist», sagte Hubert Brändle. «Es dürfte schwierig werden, den Jazzclub in dieser Form weiterzuführen, aber nun wünsche ich ihm, dass er seine Befriedigung mit seinen neuen Projekten findet», sagte Niklaus Brockhaus.

Verwurzelt in Oberengstringen habe der Jazzclub Allmend die Region auch über den Kanton hinaus bekannt gemacht, sagte Gemeindepräsident André Bender, der sich im Namen der Gemeinde beim gesamten Team mit Blumen und Wein bedankte. «Martin von Aesch soll seine Einmaligkeit und seinen Humor behalten und mit seinen neuen Projekten vielen Menschen eine Freude machen – von Aesch ist und bleibt eben von Aesch.»

Impressionen von der Jazznight in Oberengstringen - Teil 3

Impressionen von der Jazznight in Oberengstringen - Teil 3

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