Birmensdorf

«Man schätzt es, dass wieder ein Dorffest durchgeführt wird»

Dominic Stutz zeigt auf die Wiese, wo das Hauptzelt aufgestellt werden wird.

Dominic Stutz zeigt auf die Wiese, wo das Hauptzelt aufgestellt werden wird.

Dank Dominic Stutz feiert Birmensdorf dieses Jahr nach zwei Jahrzehnten wieder ein Dorffest.

«Während zweier Wochen bauten wir Oberstufen-Schüler eine kleine Seilbahn von der Schule den Hang hinauf. So etwas vergisst man nicht», sagt Dominic Stutz in Erinnerung an das Birmifäscht von 1987. Damals war er noch ein Schüler, heute ist er OK-Präsident des Birmifäschts, das Anfang Mai während dreier Tage durchgeführt wird. «Die Gemeinde hat nach all den Jahren wieder ein Fest verdient», sagt er. Stutz bekam das Organisieren von solchen Anlässen sozusagen in die Wiege gelegt. So übernahm er das Markt­fahrer-Unternehmen «Gopfried Stutz» in dritter Generation von seinem 2017 verstorbenen Vater. Dieser präsidierte auch das OK des Milliennium-Birmifäschts im Jahr 2000. «Mit der diesjährigen Feier will ich auch daran erinnern, dass es sich um ein denkwürdiges Fest handelte, an das sich zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde gerne zurückerinnern», sagt er.

Erstmals gefeiert wurde 1976, der Grund dafür war das 1100-jährige Bestehen der Gemeinde. Fortan wurde im Elf-Jahres-Rhythmus gefeiert. 1987 zelebrierte das Dorf seinen 1111.Geburtstag und 1998 schliesslich den 1122. Geburtstag. Zwei Jahre später sollte kein Jubiläum des Dorfes gefeiert werden, sondern das neue Jahrtausend und der Zusammenhalt unter den Bewohnern, wie es der damalige Gemeindepräsident Jakob Gut (SVP) ausdrückte. Damals entschieden die Verantwortlichen, dass es alle fünf Jahre ein solches Fest geben sol­lte. Diese Pläne verliefen jedoch im Sand und es fand vorerst kein Dorffest mehr statt. 2009, als eigentlich turnusgemäss das 1133-jährige Bestehen der Gemeinde hätte gefeiert werden sollen, liess sich niemand finden, der den Anlass durchführen wollte, sagt Stutz.

Man erwartet pro Tag rund 5000 Besucher

Wohl auch weil er an das ­Vermächtnis seines Vaters hat erinnern wollen, entschied sich Stutz vor rund zweieinhalb Jahren, wieder ein Fest zu organisieren. «Obwohl es bei einigen Überzeugungsarbeit brauchte, war das Organisationskomitee schnell gefunden. Die Begeisterung war gross», sagt er. Dabei gehe es ihnen nicht darum, ein Fest der Superlative wie in Zürich, Schlieren oder Dietikon zu veranstalten. «Wir sind ein Dorf, und das soll sich auch an unserem Fest ablesen lassen», so Stutz. Man erwarte pro Tag rund 5000 Besucher, gesamthaft also rund 15'000. Zum Vergleich: Das zehntägige Schlierefäscht von vergangenem September lockte über 100'000 Besucherinnen und Besucher an.

In Birmensdorf werden rund 60 Stände Essen und Getränke aus allen Ecken dieser Welt anbieten und 19 Vereine bessern mit ihrem Einsatz am Fest ihre Kasse auf. Neben einem Riesenrad werden noch weitere Chilbi-Bahnen für Vergnügen bei Gross und Klein sorgen. Zudem gibt es Auftritte vom beliebten Kinderlieder-Sänger Andrew Bond sowie von Ian Hopper und Erica Arnold. Ein grosses Feuerwerk bildet den Höhepunkt des Festes.

Das Budget beträgt rund 150'000 Franken, wovon die Gemeinde einen Teil übernimmt. Hauptsächlich leiste sie aber Dienste wie Aufräumarbeiten, die sonst auch kosten würden. Hauptsponsorin ist die Raiffeisenbank. «Doch auch von den Unternehmen aus der Gemeinde wurden wir teilweise grosszügig unterstützt. Man schätzt es, dass nach all den Jahren wieder ein Dorffest durchgeführt wird.»

Anfang April wird sämtlichen Haushalten in den Gemeinden Birmensdorf, Aesch, Uitikon, Urdorf und Wettswil ein detailliertes Programmheft verteilt. «Alles Wissenswerte zum Fest wird darin enthalten sein», sagt Stutz.

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