„Fussball, Plausch und Integration, das steht im Zentrum unseres Events", sagt Investor und Organisator Rrustem Aliaj. Dabei sei es aber mindestens genauso wichtig, dass ein Austausch zwischen den verschiedenen Kulturen stattfindet. Die kosovarische Diaspora organisiert schon seit neun Jahren den „Malesia Cup" in der Dietiker Stadthalle. Rund 60 Mannschaften reisten aus ganz Europa an.

Aber nicht nur Plausch-Spieler und Zuschauer statteten dem Turnier einen Besuch ab, auch der Schweizer U21-Nationalspieler Mergim Brahimi und sein GC-Kollege Amir Abrashi. „Wir sind zum ersten Mal hier, und es ist wirklich sehr gut organisiert", sagt Brahimi. Die beiden sind erfreut, dass sich das Turnier, welches von der eingewanderten kosovarischen Gemeinschaft organisiert wird, so gut etabliert hat.

„Angefangen hat alles, als mein Sohn und seine Kollegen unzufrieden waren mit den Grümpelturnieren, an denen sie teilnahmen", so Organisator Aliaj. Da habe er sich entschieden, seinen Sohn finanziell bei der Organisation eines eigenen Turniers zu unterstützen. Dabei sei nicht nur ihre Erfahrung gewachsen, sondern auch die Beliebtheit: „Wir erhalten doppelt so viele Anmeldungen, wie wir in unser Cup aufnehmen können", erzählt Aliaj.

Weite Anreise

Die Spieler reisen aus der Schweiz, Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien und sogar England an. „Anfänglich war es meist die kosovarische Diaspora, die teilgenommen hat. Mittlerweile ist es aber sehr gut durchmischt", so der 62-Jährige - und betont dabei: „Uns geht es ja gerade darum, den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern". Auch das albanische Fernsehen sowie der Präsident des kosovarischen Fussballverbands, Fadil Vokrri, sahen sich die Spiele an: „Ich bin hier um diesem Event die Ehre zu erweisen." Und wer weiss, vielleicht auch um Ausschau nach neuen Talenten zu halten.