Aesch

Märchenwesen lieben Donuts an der Kinderfasnacht

Die Dekoration der Aescher Kinderfasnacht sucht ihresgleichen und der Anlass für Erwachsene nimmt Fahrt auf.

Statt farbiger Konfettis rieselte es an der Aescher Kinderfasnacht für einmal weisse Federn aus Frau Holles Kissen. Jedenfalls deutete das die Dekoration im Treppenhaus des Gemeindesaals Nassenmatt an. Am Sonntag hatten Verkleidete den Weg dorthin unter die Füsse genommen, um in ein farbenfrohes Paradies mit Discolichtern und Unterhaltung abzutauchen.

Dank einer eindrücklichen Dekoration, die zum Teil vom vergangenen Dietiker Hudiball übernommen werden konnte, ging die närrische Post ab. Beide Anlässe hatten das Motto «Märchen» gewählt. Da war es auch für den kleinen Polizisten gar nicht so einfach, für Ordnung zu sorgen. Auf der Bühne wartete der Froschkönig schon auf all die kleinen Prinzessinnen und in der Schminkecke konnte jeder Kostümierung noch ein letzter Schliff verpasst werden.

Auf der Bühne beteiligten sich alle an der Konfettischlacht.

Auf der Bühne beteiligten sich alle an der Konfettischlacht.

Hoch in der Luft wachte der böse Wolf mit zugenähter Naht am Bauch über das Dessertbuffet. Auch Super Mario kam zu Besuch und steuerte einen Kuchen bei. «In dieser Form wird die Kinderfasnacht bereits seit zwanzig Jahren durchgeführt», sagt Peter Bretscher. Er gestaltet das bunte Treiben in Aesch seit vielen Jahren mit. «In den Zeiten zuvor haben wir im Dorf einen Umzug organisiert, der immer damit endete, dass eine Wurst spendiert wurde.» Später seien dann fasnachtsbegeisterte Kindergärtnerinnen bereit gewesen, sich ebenfalls an der Tradition im Gemeindesaal zu beteiligen. Es sei schön, dass nun ein junges Team den Anlass weiterführe. «Im April sind viele neue Gesichter zum Fasnachtskomitee gestossen.»

Süsses ersetzt die Tradition der Wienerli

Zu ihnen gehört Rachel De Giorgi. Sie kam als Schneewittchen und ist neu Teil des zehnköpfigen OK-Teams. «Ich finde die Fasnacht eine tolle Sache und wenn ich mit meinen Kindern im Dorf von genau solchen Anlässen profitieren kann, dann will ich auch meinen Beitrag dazu leisten», sagt sie. Eine Änderung gab es in diesem Jahr: «Es hatte in der Vergangenheit immer so viele Wienerli übrig, sodass wir uns entschieden haben, dass die Kinder neu einen Donut gratis kriegen.» Bereits am Abend zuvor wurde zum zweiten Mal ein Anlass für die Erwachsenen organisiert. Dieser fand nur im vorderen Teil des Raumes statt. «Der Anlass ist ab 18 Jahren und war gut besucht.» Gut möglich also, dass diese Fasnachtsbar ebenso zur festen Tradition wird.

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Autor

Cynthia Mira

Cynthia Mira

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