Schnee

Märchenhafte Geduldsprobe im tiefverschneiten Limmattal

Die weisse Pracht – des einen Freud, des andern Leid. Das war auch gestern nicht anders.

Alle Winter wieder: Kaum fallen die Flocken, herrscht auf den Strassen das Chaos. Auf dem Kantonsgebiet ist es in den Morgenstunden zu mindestens zwei Dutzend Unfällen gekommen, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilt. Es blieb aber bei Sachschäden, Verletzte gab es keine. Im Limmattal hat die Kapo lediglich einen Unfall registriert: An der Kanalstrasse in Dietikon kam ein Lenker aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit von der Strasse ab und touchierte ein anderes Fahrzeug.

«Die tatsächliche Anzahl Unfälle dürfte aber höher liegen», sagt Mediensprecher Martin Sorg. Weil die Betroffenen kleinere Vorfälle ohne Verletzte mittels Unfallprotokoll regeln können, werden diese Unfälle polizeilich aber nicht erfasst. Der Grund für die Unfälle sei immer der gleiche: «Die Geschwindigkeit wird nicht an die Wetterverhältnisse angepasst und man fährt zu nah auf», sagt Sorg.

Geduld für Auto- und Skifahrer

Ordentlich Geduld brauchte es auch auf der A1: Die Autobahn war nach einem Unfall um 3 Uhr bei Lenzburg für drei Stunden gesperrt. Am Flughafen Zürich mussten bis zum frühen Abend 52 Flüge annulliert werden. Auch dem Busverkehr machte der Schnee zu schaffen, mehrere Busse kamen ins Rutschen, vier Linien mussten in den Morgenstunden umgeleitet oder eingestellt werden.

Die guten Nachrichten zum Schluss: Der Greifensee in Uster wurde gestern freigegeben; die Eisfläche war bisher wegen eines Risses in der Decke gesperrt geblieben. Auch der Marmoriweiher in Dietikon bleibt weiterhin geöffnet. Gedulden müssen sich nur die Skifahrer und Schlittler: Weil das Dietiker Werkhofpersonal derzeit mit dem Pfaden von Strassen und Wegen völlig ausgelastet ist, kann der Skilift bei der Hundshütte noch nicht gestartet werden.

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